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Konsensprinzip

Über die Mittelvergabe entscheidet die Stadtteilgruppe im Konsens. Ja, hier entscheiden tatsächlich Bewohner/innen mit über die Vergabe öffentlicher Mittel!

Beim Tagesordnungspunkt "WiN / Soziale Stadt / LOS" - können Bewohner/innen, aber auch Ämter, Wohnungsunternehmen und andere Träger ihre Ideen für neue Projekte darlegen, Projekte vorstellen und beraten.
Die Entscheidung über die Förderung einzelner Projekte wird anschließend im Konsens getroffen. Das bedeutet, das jede Stimme, jede Meinung zählt und wichtig ist! Jede/r Teilnehmer/in hat somit auch ein Vetorecht, das ernst genommen wird.

Diese Vergabepraxis ist sensationell und sehr basisdemokratisch. Und sie funktioniert!
Wichtig ist für alle Projekte, dass sie im Laufe ihrer Entwicklung der aktiven Beteiligung von Bewohnern/innen bedürfen. Dazu können Hausversammlungen, thematische Versammlungen, Hofversammlungen, Umfragen, Veranstaltungen, Klingelaktionen beitragen, aber z.B. auch die Seniorentreffen (auf denen sich jährlich 10% aller Rentner/innen Tenevers versammeln, um ihre spezifischen Anliegen einzubringen).

Dieser Diskussionsprozess steigert ganz erheblich die Qualität und Effizienz der Maßnahmen und sichert zugleich einen sparsamen Mitteleinsatz. Zudem fördert das Konsensprinzip die Akzeptanz der Projekte im weiten Kreis der Akteure. Daher wird bei einem Veto (was im Übrigen höchst selten eingelegt wird!) nicht einfach das ganze Projekt "gekippt ", sondern in einem Aushandlungs- und Abstimmungsprozess wird mit allen Beteiligten nachgearbeitet - mit dem Ziel, das Projekt in einer modifizierten Form und dann allgemein akzeptiert auf einer der folgenden Sitzungen beschließen zu können.

So haben wir in den letzten Jahren weit über 150 Projekte diskutiert und beschlossen, die alle auf dem Konsens der Stadtteilgruppe beruhen.


 
 
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