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Bilanz des Jahres, Planungen der Ziele und Projekte für 2011 auf der 170. Stadtteilgruppensitzung Tenever

Folgende Anträge, noch für 2010 aus reservierten WiN-/ Soziale Stadt Mitteln, lagen zur Beschlussfassung vor und wurden positiv abgestimmt:
das Projekt "Bewohner - Fonds" zur Unterstützung von selbstorganisierten Aktivitäten und Aktionen in Nachbarschaft und Quartier. Ziel ist es, Eigeninitiative zu stärken, die Entwicklung und Festigung von Nachbarschaften und Identitätsstiftung für das Quartier zu erreichen.
Antragsteller: St Petri Kinder- und Jugendhilfe - St Petri Hort Tenever in Kooperation mit dem Bewohnertreff, Stadtteilgruppe Tenever, Arbeitskreis Tenever und Beirat Osterholz( 2500, - €).

"Fluchtpunkt" heißt das Projekt von AWO und St. Petri in Kooperation mit dem Arbeitskreis Tenever und dem Bremer Netzwerk "BIN" und ist ein Beitrag gegen Ausgrenzung und für die Förderung der Integration von Flüchtlingen . Es hat die Selbstorganisation und Unterstützung von Flüchtlingen inkl. Beratungsangebot zum Inhalt für Flüchtlinge, Menschen mit Duldungsstatus und ihren Angehörigen in Tenever.
In Tenever leben viele Flüchtlingsfamilien, die nur einen geduldeten Aufenhaltsstatus haben. "Man sitzt immer auf gepackten Koffern" und erschwerten Integrationsbedingungen. Die meisten Kinder sind hier geboren, gehen in Kindergärten und Schulen. Hinzu kommt das Problem der Verarmung einiger Flüchtlingsfamilien, weil sie keine Arbeit finden (können) und nur Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Es gibt einen Bedarf an Beratung und Möglichkeiten der angeleiteten Selbstorganisation. Dabei geht es um Fragen der Bildung und Ausbildung der Kinder, Hinweise auf Deutsch- bzw. Alphabetisierungs-Kurse, sinnvolle Freizeitgestaltung, Hilfen zur Selbstorganisation und Einbindung in soziale Netze.
Vor diesem Hintergrund soll das Projekt "Fluchtpunkt" ins Leben gerufen werden. Geplant ist ein monatlich stattfindender Treffpunkt (voraussichtlich im zentralen Spielhaus Pfälzer Weg) (2.150.- €)

Das Mütterzentrum Osterholz-Tenever e.V. stellte den Antrag auf Fördermittel für das Projekt "Zuhause in der Fremde - eine Reise nach Berlin", in Kooperation mit dem Arbeitslosenzentrum. Diese Reise trägt zur Kommunikation, Kontakt und zur Verbesserung der deutschen Sprache, verstärktem Einblick in die deutsche Geschichte bei: Mauerbau, Teilung Ost/ West, Demokratie, bürgerschaftliches Engagement, "Miteinander Füreinander". Die Zielgruppe sind BewohnerInnen aus dem Quartier. (1.000,- €)

Das Haus der Familie stellte einen Antrag zur Anschaffung eines "bemils" - BewegungsErnährungsMobils für die Arbeit mit Familien und deren Kindern im Alter von 1,5 - 12 Jahren. Das "bemil"ist eine mobile kombinierbare Bewegungs- und Ernährungsbaustelle, die bei vielen Veranstaltungen im Stadtteil (Familienfest, Sportfeste, Veranstaltung im Kindergarten, Haus der Familie, Schulen, Mütterzentrum, Frauengesundheitstreff u.v.m.) eingesetzt werden kann. Um die vielfältigen Möglichkeiten des bemils kennen zu lernen, werden MitarbeiterInnen des Stadtteils im Rahmen eines Workshops durch SpielLandschaftStadt in der Handhabung der Module (Bewegung, Ernährung) qualifiziert. Kooperationspartner sind SpielLandschaftStadt und Kraft Food. (598,70€)

Das familienorientierte Integrationsprojekt "FIT Eltern" stellte das Kinder- und Familienzentrum Kinderhafen Tenever vor, das von der Sozialbehörde für Eltern mit Migrationshintergrund entwickelt wurde, um die Integration in unsere Gesellschaft zu erleichtern mit positiven Auswirkungen auf das Aufwachsen ihrer Kinder hier. Ziel von "FIT-Eltern" ist es, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, die Dialoge zwischen Elternhaus und Institution (Schule, Kita) zu fördern und die Familiendynamik zu verbessern.
Kursinhalt sind das Thema Stigma, Vorurteile und Diskriminierung im Erleben der Migranten, migrationsspezifischen Elternbildungsthemen (z.B. die Entwicklung der Zweitsprache Deutsch für Kinder aus Migrantenfamilien, das Schulsystem in Deutschland oder die väterliche Rolle in unserer Gesellschaft). Kursteilnehmerinnen sind Eltern von Kita- und Grundschulkindern aus Tenever mit Miogrationshintergrund aus dem russischen, arabischen und kurdischen Sprachraum - die Kurssprache ist Deutsch (3.000,- €)

Für die neue OT-Halle wurden 60.000,€ beschlossen und für die Einleitung der neuen Quartiersetappe für Tenever 35.000,00 €.

Die öffentlichen Pläne für die Freiflächen an der Ludwigshafener Strasse fanden Zustimmung und werden umgesetzt.(matu)

 
 
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