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16. Kul-Tour: In die Welt des Theaters, hinter die Kulissen und in den Bühnenhimmel geschaut

Wir sahen die Techniken, die Handzüge, die Verwandelbarkeit der Bühne, hörten von der Arbeit des "Inspizienten", der die Schnittstelle zwischen Technik und Bühnengeschenen sowie die richtige Lichtstimmung verantwortet - überhaupt, dass technisch alles klappt.
Zum Produktionsteam gehören der Regisseur, der Bühnenbildner und die Dramaturgie, die sichtbar in der Mitte des Zuschauerraumes ihren Platz während der Proben haben.
Dass der Begriff "Eiserner Vorhang" aus der Theaterwelt stammt, erführen wir: das ist der Feuerschutz, der bei Brand runtergelassen wird in allen 4 Ecken und den Zuschauerraum von dem Bühnengeschehen zur Sicherheit trennt.
Theater spielt mit den Illusionen der Zuschauer, läßt Menschen auf der Bühne sterben, mit Messer ermorden, Blut spritzt, Glas zerspringt, Köpfe rollen - einige Tricks und Pyrotechniken wurden verraten und in der Rüstmeisterei vorgeführt, incl. ferngesteuertem beweglichen roten Sofa.
Wir besuchten die Kostümbildnerinnen - 25.000 Kostüme gibt es, nach Epochen, Schauspielen und Anlässen geordnet, viele Schneiderinnen sind mit Veränderungen, Modellentwürfen und neuen Kreationen beschäftigt - auch eine Hutmacherin beeindruckte mit ihren phantasievollen Entwürfen.
Hier wird auch ausgebildet, ab und zu gibt es eine Lehrstelle.
Wie Kulissen und Bühnenhimmel, Rundhorizonte und Gold- und Marmorsäulen gemalt werden, lernten wir im "Prospekt" (Begriff kommt aus der Theaterwelt) kennen - ein riesiges Atelier voller Farben, Motiven, Malereien und Beschäftigten.
Im Montagesaal wurden dann Bühnenteile zusammengebaut. Hier befanden wir uns bereits im Keller des großes Theaterhauses, 6 Meter unter Weserniveau.
Es war für alle Teilnehmer/innen aus Tenever (ihre Herkunftsländer sind Kasachstan, Russland, Ghana, Deutschland, Polen ) ein Erlebnis, einzutauschen in die Welt des Theaters, der Illusionen. Sie wurden durch die vielfältigen I nformationen und Anschauungsmaterialien nicht zerstört, "sondern erweitert, geöffnet für noch mehr Raum für Phantasie" wie eine Teilnehmerin zum Schluss so treffend sagte.

Einer der nächsten Kul-Touren für Teneveraner/Innen wird ein Theaterbesuch im Goethe - Theater sein : "Mazeppa", eine Oper in 3 Akten von Piotr Iljitsch Tschaikowsky, nach dem Poem "Poltawa" von Alexander Sergejewitsch Puschkin. In russischer Sprache mit deutschen Untertiteln!
Es wird rechtzeitig informiert. (matu)

 
Auf der Bühne Kostümabteilung
 
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