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Bewohnerinnen und Bewohner aus der Neuwieder Strasse 1 und 3 in Tenever erstmalig in der Bürgerschaft

Mit der Situation der Hochhäuser Neuwieder Strasse 1 und 3 beschäftigte sich jetzt auch die Politik: die Wohnsituation an der Neuwieder Straße 1 bis 3 in Tenever stand auf der Tagesordnung der ersten Stadtbürgerschaftssitzung im neuen Jahr.
"Welche Maßnahmen hat der Senat ergriffen, um den desolaten Zustand der Immobilen Neuwieder Strasse 1 und 3 zu ändern ?" Gespannt hörten die Bewohner zu " welche Wege es gibt". Senator Dr. Loske (Bau Umwelt, Verkehr, Europa) skizzierte kurz den dauernden Wechsel der Besitzer und Transaktionen, sprach von den Überlegungen der Gewoba, die Häuser zu kaufen, aktiv zu werden zur Sicherung des Quartiers, der Stabilisierung des Umfeldes und des Quartiers", aber auch von den schwierigen Eigentumsverhältnissen.

Neu war jetzt der erneute Eigentumswechsel - lt. Handelsblatt geht die Immobilie gerade in den Besitz der "Corporate Capital AG" über.
Das hatte die betroffenen Bewohner und die Projektgruppe Tenever auf den Plan gerufen. Senator Dr. Loske sagte zu, dass die Umzugswünsche von betroffenen Mietern ohne Ausnahme vom Amt für Soziale Dienste oder der BAgIS anerkannt werden.

Viele der Mieter aber möchten auf Grund des Zuschnitts der Wohnungen und der Größe gerne dort bleiben, da gerade Familien mit bis zu 6 Kindern dort wohnen, sie im Stadtteil wegen der guten sozialen Infrastruktur bleiben möchten, es andere Wohnungen der Größenordnung aber nicht mehr gibt in Tenever.
Mit Nachdruck solle nun alles getan werden um den Zustand zu verbessern!

Klaus-Rainer Rupp (die Linke) äußerte dazu:
"Wohnraum gehört in öffentliche Hand. Wir haben
schon oft erlebt, wie Investoren die Bestände vergammeln lassen und am Ende die öffentliche Hand den Schaden teuer reparieren muss. Wie wäre es zur Abwechslung künftig damit, dass die Landesregierung bei sich bietender Gelegenheit größere Wohneinheiten übernimmt und man sich Probleme wie jetzt an der Neuwieder Straße präventiv spart? Der Verfall der dortigen Häuser zeigt leider überdeutlich, dass man hier mit einer rechtzeitigen Rekommunalisierung etwa über die Gewoba sozial und wirtschaftlich besser gefahren wäre.“

Anschließend hatten die Bewohnerinnen und Bewohner Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen in der Lobby mit Abgeordneten (Grüne) zu reden, Fragen zu stellen und sie nutzten es. Sie hatten den Eindruck, dass "der Senat alles tun wird, um die Situation in der Neuwieder Strasse 1 und 3 zu ändern", "im Rahmen unserer Möglichkeiten"ergänzten die Abgeordneten.

Zwei Erfolge stehen in Aussicht: die BAgIS bringt die Umzugskosten auf und die Mietkaution von 600 €. Schrittweise wird, in Gemeinsamkeit mit dem Senat, die Renovierung stattfinden und Maßnahmen gegen gesundheitsschädliche Auswirkungen vorgenommen. "Die Grundlage dafür ist gelegt", sagte Mustafa Öztürk (die Grünen), "das Problem ist aufgedeckt und es ist Druck gemacht" und "Wer Eigentum erwirbt, muß einen gewissen Standard halten".
"Spitze wäre es, wenn die Gewoba die Häuser erwirbt" meinten die Bewohner.

 
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