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Die 14. Kul-Tour führte zum St. Petri Dom und zum Geschichten-Haus im Schnoor.Spuren religiöser Reformen sind zu finden, sowie Geschichte, z.B. die Kanzel aus kostbar geschnitztem Holz - ein Geschenk der Schweden "vor Bremen" während ihrer Herrschaft, die aber nie im Dom selbst waren. Ein "Roland " wurde von den Teilnehmern entdeckt, und in Türen und Fenstern Eichhörnchen, Ziegen, Lämmern, Pflanzen - die Schöpfungsgeschichte.
Im ältesten Raum (1066 erbaut) im romanischen Baustil und in den Seitenschiffen im gotischen Stil sind Grabsteine eingelassen von Bischöfen, man glaubte "wenn man hier begraben ist, ist man näher bei Gott".
St. Petri, der Patron von Bremen, außen am rechten Portal, trägt zwei Schlüssel, so erführen wir: "einen zum Himmel und einen zur Hölle und - so heißt es - und Bremen hat den Schlüssel zur Welt! ", das gefiel den Teneveranern sehr.
Wie interessant "Geschichte" sein kann, erlebten die TeneveranerInnen anschließend auf einer "Zeitreise" durch 3 Jahrhunderte im "Geschichtenhaus", einem historischen Speicher mitten im Schnoor: hier wurde mit zahlreichen DarstellerInnen vor historischen Kulissen und in originalgetreuen Kostümen bremisches Leben mit berühmten Bremern durch Erzählen und Spielen vor Augen geführt. Die Geschäftsführerin Sarah Fruchtmann begrüßte die "Teneveraner auf Kul-Tour" persönlich im historischen Kellergewölbe, es gab Kaffee und Tee aus Bremen zur Stärkung.
Es ist ein lebendiges Museum: die Stadtwache oder Bremer Roland empfing uns bei dem Rundgang und zeigte wie Münzen geprägt wurden, der Böttchermeister berichtete von dem listenreichen Erwerb der Reichsunmittelbarkeit 1646 durch das Linzer Dipolm, die Aufnahme in`s "Deutsche Reich" - 100.000 Taler kostete das und seitdem war Bremen "Freie Reichsstadt" - und von dem Brand des Doms im Jahr 1656. Die Zeit der Pest im Jahr 1655/56 wurde "fühlbar"durch "weiße Kreuze an den Türen","Pestbarbiere" und "Teerfackeln, mit denen Stadtsoldaten die Häuser ausräucherten" und wir gingen an Bord einer "Fleute" (Segelschiff), erfuhren viel vom harten Leben an Bord.
Über die Geschichte des Kaffees, von der Kaffeebohne, dem 1. Kaffeehaus hinter dem Schütting "ausschließlich für Männer", bis zur fertigen Schokolade, wurde lebendig im Kolonialwarenladen erzählt. Bei der Verkostung frischgerösteten Kaffees und Schokolade und Bremer Spezialitäten erfuhren wir Spannendes über die Arbeit in einem Kaufmannskontor um 1910.
Gesche Gottfried, die Giftmörderin, erzählte ihre Geschichte; Heini Holtenbeen, das Schnoor-Original begegnete uns und "Fisch-Lucie", Johanna Lucie Henriette Flchmann, verriet uns lehrreiches Handeln auf dem Marktplatz und "dass Geld und Taler doch stinken, wenn Fisch darüber liegt"...bevor es auf "große Hafenrundfahrt" ging mit der Geschichte des Überseehafens.
"Wie interessant doch Bremer Geschichten und Geschichte ist", meinten die Teneveraner/innen
und waren begeistert von der Information, dass dieses alles im Rahmen von Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen entstanden ist, "sogar die Kostüme sind selbstgefertigt". "Dazu hätte ich auch Lust" hieß es.
Das Bremer Geschichtenhaus ist ein Beschäftigungsprogramm für Langzeitarbeitslose, mit dem der arbeitsmarktpolitische Dienstleister bras e.V. - arbeit bremen ein bislang bundesweit einmaliges und zugleich richtungsweisendes Museumsprojekt betreibt. (matu)
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