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Der Himmel über Bremen zum Greifen nah

Die Unendlichkeit von Raum und Zeit, wissenschaftliche Erkenntnisse, aber auch die "Schwarzen Löcher", der Urknall, Sonnen- und Mondfinsternis ließ Staunen, reletivierte manch sicher geglaubte Vorstellung vom Leben, "machte schwindelig". Um so mehr spürte man wieder sicher den Boden unter den Füßen und ließ einen die Erde und das Leben auf der Erde lieben und wertschätzen.
Viele Fragen auch aus der südlichen Halbkugel, anderen Längen- und Breitengraden und dementsprechenden Zeitrechnungen wurden gestellt.
Erstaunlich die Leistungen der früheren Seefahrer, die sich ausschließlich an den Sternen orientierten, auch wenn sie wie Columbus statt in Indien in Amerika landeten.
Wie viele Songs wurden geschrieben über den "bue moon", "the stars" und galaktische Musik komponiert und Mythen erzählt - Kostproben davon ließen uns für eine Weile abdriften in wirklich andere Erlebniswelten.
Wie sehr sich auch Maler mit kosmischen Gegebenheiten und Kräften, Erscheinungen und Sphären auskannten und sie in`s Bild setzten, zeigten z.B. Werke von Vincent van Gogh.
Sein berühmtes Werk "Sternennacht über der Rhone" konnte anhand der Sternekonstellation am Himmel auf exakt 19.06.1885 um 2 Uhr nachts recherchiert und datiert werden, sein "Haus in Arles" 1888 auf 19:00 Uhr, da der Abendstern direkt über dem Haus stand; sein Malduktus hat bereits die Bewegung und Weite des Himmels, die umkreisenden Gasnebel und Sternbilder fühlbar, sichtbar und fast dokumentarisch in Szene gesetzt - eine hommage an Vincent van Gogh!

Die Erde aus dem Blick des Weltalls zu sehen , war überwältigend und zu den "Sternen zu greifen" ein Erlebnis für alle. Aber der "blaue Planet", so waren sich fast alle einig, ist doch "der schönste unter den Sternen und Planeten" und einmal mehr wurde anschließend darüber diskutiert, wie das Paradies auf Erden geschaffen werden sollte, nicht im Himmel. (matu)

Foto: Vincent van Gogh, Sternenhimmel über der Rhone, 1885

 
 
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