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Keine Abschiebung der Familie Genc - Solidaritätsfest für Familie Genc in Tenever

Am 18. März droht die Abschiebung der Familie Genc, weil sie falsche Angaben zu ihrer Staatsangehörigkeit gemacht haben sollen. Sie seien keine Libanesen sondern Türken. Seit über 20 Jahren leben DIE ZEHN (Familie mit 8 Kindern) in Deutschland und seit 12 Jahren in Bremen-Tenever.
Die Empörung und das Unverständnis ist groß im Stadtteil und sowohl die Bewohner, die Stadtteilgruppe Tenever mit Vertretern der GEWOBA, des Beirates Osterholz, der lokalen Ökonomie, den sozialen und schulischen Einrichtungen und der öffentlichen Verwaltung beschlossen mit einem Brief an Herrn Senator Mäurer, die drohende Abschiebung zu verhindern und der Familie das Bleiberecht zu gewähren.
Auch die MdBBs Susanne Kröhl, Monique Trödel und der Bundestagsabgeordnete Volker Kröning setzten sich dafür ein, außerdem der Arbeitskreis Tenever, der Arbeitskreis Kinder Tenever, die Grundschule Andernacher Strasse, der Elternbeirat des SZ Koblenzer Strasse, Frauengesundheit Tenever, Kita Kinderhafen Tenever, die Tenever Moschee, sowie die Trinitatisgemeinde und die Jugendeinrichtungen. Auch der Beirat Osterholz hat einen entsprechenden Beschluss gefasst, sowie der Jugendbeirat Osterholz-Tenever.

Wie sehr die Familie Genc in den Stadtteil Tenever integriert ist, zeigt nicht zuletzt die große Solidarität und die vielen Aktivitäten der Familie und für die Familie im Stadtteil : im "Pisa-Spielkreis" des Kita Kinderhafen Tenever, in der Ganztagsgrundschule Andernacher Straße, in der internationalen Mannschaft der Fußball-Tenever-Liga, im Spielhaus, im SZ Koblenzer Straße, ein Sohn hat die JULEICA (Jugendleiterkarte) erworben und leitet eine Jugendgruppe im Jugendhaus Tenever und ist Streitschlichter, ein anderer aktiv im Fit-Point der St. Petri Kinder und Jugendhilfe. Die Mutter der 8 Kinder hat einen Deutsch- und Alphabetisierungskurs im Haus der Familie absolviert und verbessert z.Zt. ihre Deutsch-Kenntnisse in der Frauengesundheit Tenever. Die Familie ist sehr aktiv und bekannt in Tenever, insbesonders auch durch die aktive Arbeit des Vaters bei den Interkulturellen Gärten (Grabeland für 45 Familien in Tenever, ein Projekt der Interkulturellen Werkstatt e.V., unterstützt von der Stadtteilgruppe Tenever mit Mitteln des Programms WiN/ Soziale Stadt.

Die Familie Genc ist gut in Bremen-Tenever verankert und integriert, ein Beispiel für eine gelungene Integration.

Über 1000 Unterschriften wurde bisher gesammelt und zu Innensenator Mäurer gebracht, auch bremenweit kommen weiter Unterschriften, Solidaritätsbekundungen, Hilfs- und Mahnwachenangebote. Der Rat für Integration, der Flüchtlingsrat und die Flüchtlingsinitiative haben sich eingeschaltet, ein Unterstützerkreis für die Familie Genc hat sich gebildet.

Am kommenden Donnerstag, den 05.03.2009 um 15:00 Uhr findet das 3. Unterstützertreffen in der Interkulturellen Werkstatt Tenever// Tenever Zentrum Otto Brenner Allee 44-46 statt.

Außerdem wird ein Solidaritätsfest am Samstag, den 14.03. von 11 - 14 Uhr für die Familie Genc gefeiert. Ein Programm wird die Besucher und Bewohner begleiten von Musik, Pizza bis Kuchen, Informationen und Begegnungen.
Ort: Ote-Zentrum, Otto-Brenner-Allee 44

Wir bitten dringend um Spenden auf das Solidaritätskonto: Interkulturelle Werkstatt e.V., Konto: 80 13 55 85, Sparkasse Bremen, BLZ. 290 501 01. Stichwort: Solidarität Genc

Für den Unterstützerkreis
Joachim Barloschky, Michaela Dinkel, Hafid Catruat


 
 
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