Stadtteilgruppe Bremen-Tenever KontaktImpressum
Stadtteilgruppe Aktuell
Projektgruppe Tenever
Unsere Arbeit
Bewohnerbeteiligung
Archiv - Nachlese
 

Deutschlandfunk - Journal am Vormittag: Auslaufmodell sozialer Wohnungsbau. Wird preiswerter Wohnungsbau immer mehr zur Mangelware?

Bei der Diskussion mit den Experten ging es im Deutschlandfunk um "stärkere intelligente Konzepte" für die Gegenwart und Zukunft auf dem Wohnungsmarkt angesichts der Herausforderungen in den Quartieren, des demographischen Wandels, der Lage auf dem Arbeitsmarkt und der derzeitigen Wirtschaftssituation.
Fragen wurden diskutiert und entwickelt zum Thema Auslaufmodell sozialer Wohnungsbau?, Objekt- und Subjektförderung, Wohngeldförderung, Privatisierung oder Vergesellschaftung von Wohnungen, Wohnrecht der Menschen, Durchmischung und Repolitisierung.
"Die Frage nach dem Wohnen hat etwas mit der gesellschaftlichen Entwicklung und der rasanten Umverteilung von unten nach oben zu tun" sagte Joachim Barloschky und stellte am Beispiel Tenevers die Situation dar: einerseits die positive wirtschaftliche und soziale Verantwortung der GEWOBA und andererseits die Verhältnisse in der Neuwieder Strasse 1+3, die durch Babcock & Brown als Besitzer in Australien völlig aus dem Ruder laufen, bei denen die Banken mitgespielt haben und die Politik die Hedgefonds gebilligt hatten. Zwar ist in Tenever eine starke Bewegung dagegen entstanden mit Bewohnerversammlungen, Mietminderung etc, aber letztlich sei es politisch gesellschaftlich zu klären.
Hauptproblem aber, so ein Hörer, "ist die Armut
und entsprechend preiswerter Wohnraum" und die "preiswerten Wohnräume werden immer mehr Magelware".
Konjunkturprogramme kommen, so wurde weiter konstatiert, aber bisher nur "für notleidende Banker" oder unter energetischen Aspekten vor, statt unter sozialer, rechtlicher Quote und städtischer Solidarität.
Die alte Idee der Genossenschaften (verteilt auf eine ganze Stadt) im neuen Gewande? Zumal der Trend hin zum städtischen Wohnen geht?
Es gilt, "die Rahmenbedingungen zu schaffen für günstigen Wohnungsbau für breite Schichten, kompensatorische Mittel zur Verfügung zu stellen und eine neue Wohnungspolitik für die Menschen zu fördern.

 
 
© Stadtteilgruppe Bremen Tenever