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Lebendige Fließgewässer im Stadtteil

Bei dem Graben, im weiteren Verlauf nennt er sich Deichschloot, handelt es sich nicht um irgendein Gewässer. Er ist u. a. deshalb in den Focus der Interessengemeinschaft geraten, weil er eins der letzten ursprünglichen, nacheiszeitlichen Fließgewässer Bremens ist und sogar eine echte Quelle im Bereich Achim-Embsen aufweist. Er mündet in den Wümme-Südarm und somit in ein hinlänglich bekanntes Naturschutzgebiet.

Mit viel persönlichem Engagement, überzeugenden Kooperationen wie z. B. mit dem Deichverband am rechten Weserufer, der Universität Bremen und der Stadt Bremen, sowie zahlreichen finanziellen Unterstützungen aus dem Stadtteil, des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, und der Manfred-Hermsen-Stiftung ist dem Arbeitskreis etwas Besonderes gelungen.

Was 2000 als Gedanke aufkam, wurde schließlich 2005 in die Realität umgesetzt und fand 2008 seinen bisherigen Abschluss. Begleitende Bestandsaufnahmen weisen eine positive Veränderung in der Tierartenzusammensetzung im Wasser und am Wasser auf. Auentypische Pflanzen und Bäume haben sich in den Ufer – und Überschwemmungsbereichen angesiedelt.

Das Projekt hat sich bewährt und konnte ausgeweitet werden, so dass jetzt, im Februar 2009 erneut die Bagger ausrücken. Eine weitere neue Fläche entlang des Grabens soll wie die vorherige, positiv verändert werden. Sobald der neue Abschnitt renaturiert ist, hat der Arbeitskreis es geschafft, insgesamt etwa 1000 m eines kanalisierten Gewässers, rückzuführen, zu einem naturnahen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Was ist das Besondere an der Arbeit des AK REM?

Bereits 2003, also noch vor Beginn der tatsächlichen Umgestaltungsarbeiten am Graben, hat der AK ein Konzept in den Naturschutz eingebaut, das es bislang in dieser Form nicht gab. Der AK folgt dem Grundsatz, dass jede Maßnahme mit Beteilung der Bevölkerung durchgeführt werden soll. Hier sollte tatsächliches Engagement das Projekt begleiten. Umgesetzt wird dies im Rahmen von Umweltbildungsveranstaltungen.
Das Konzept besagt, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene daran tatsächlich teilhaben sollen. Man kann vor Ort Tiere kennen lernen, ökologische Hintergründe erfahren, außerschulischen Unterricht durchführen, mit der Schaufel vor Ort den Graben umgestalten und dies mit allen Schulstufen. Seit 2003 haben in diesem Veranstaltungsrahmen knapp 8.000 Menschen an der Renaturierung teilgenommen. In vielen KITAS und Schulen des Bremer Ostens ist dieses Projekt mittlerweile eine feste Konstante in den Jahresplanungen.
Hier findet Naturschutz auf praktischer und theoretischer Ebene statt und der Erfolg zeigt sich insbesondere in der nachhaltigen Veränderung des Umweltbewusstseins der Teilnehmer.

Für Nachfragen zur Renaturierung oder zu den Umweltbildungsangeboten des AK REM wenden Sie sich bitte an.

Kontakt:
AK Renaturierung Embser Mühlengraben
Fachbereich "Feuchtbiotope"
Dipl. Biol. Anke Gulau
- Projektleitung -
Tel.: 04235 - 95 70 89

 
 
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