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Das eigene Licht nicht unter den Scheffel stellen

Im Seminar wurden systematisch die individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen der Beschäftigten des Mütterzentrum ermittelt. Fähigkeiten die eben nicht nur in Schule und Beruf oder Weiterbildung erworben wurden, sondern nebenbei durch die eigene Lebensbiographie der Frauen und Männer und die universell einsetzbar sind.
Lernen wird erfahrbar, persönliche Fähigkeiten und Stärken erkannt, präzisiert und herausgefiltert.
Es dient der persönlichen Reflexion auf den beruflichen Lebensweg und der Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
Darauf aufbauend sollen später in weiteren Schritten konkrete, zielgerichtete und zukunftsorientierte Förder- und Handlungsstrategien entwickelt werden.

"Die Manager werden gecoacht, wie aber sollen Menschen, die äußerst schwierige Lebenskrisen zu bewältigen hatten es schaffen?" sagt Joachim Habekost, „Es kommt darauf an, herauszufinden, was den Einzelnen aus der Masse hervorhebt, um dann gezielte und ganz individuelle Handlungsstrategien zu entwickeln. Und zwar nicht fiktiv sondern praxisorientiert. Hierbei konzentrieren wir uns ganz bewusst und ausnahmslos auf die persönlichen Stärken.“

Individuell wurde der Berufsweg und Einstieg mit den Kursteilnehmer/innen in 3 Gruppen im Mütterzentrum Tenever bearbeitet und geplant.
Ohne Druck, aber mit hoher Eigenmotivation, Kreativität und neuen Impulsen arbeiteten die Teilnehmer/innen mit und entwickelten Pläne sich vorzubereiten für einen Neustart ins Erwerbsleben.

„Jetzt weiß ich, welche Stärken ich habe, habe mir mehr Fragen gestellt und mehr Einsicht in meine Chancen“, sagt eine Teilnehmerin aus dem Herkunftsland Iran, „ich weiß, dass ich gut lernen kann, unbedingt einen Abschluss brauche – früher habe ich einfach aufgegeben, jetzt will ich mehr aus mir machen “; ein EDV- Techniker äußert „ein Zertifikat mehr, aber ich weiß mehr über mich, worüber ich noch nie nachgedacht habe“.
Der Traumberuf eines Teilnehmers ist Bestattungsfachkraft, denn - à la „six feet under“ –gestorben wird immer, der Tod gehört zum Leben. "Ich will jetzt meinen Bürokaufmann machen, das ist mir jetzt klar geworden. Pietätvoll gehe ich sowieso mit den Menschen um; es ist ein altes Handwerk mit Tradition und wird sicher nicht modernisiert". "Mein Licht will ich nicht mehr unter den Scheffel stellen", sagt eine aus China kommende vierfache Mutter, die ihre Kreativität neu entdeckt hat und daran weiter arbeiten möchte

Die Zertifikat-Übergabe fand feierlich im Cafè Gabriely in Tenever statt.

 
 
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