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Krause-Wohnungen von der OTG gekauft: Informationen über die Zwangsversteigerung

21. März 2003 – ein schöner Frühlingsanfang -
und die Chance auf einen zweiten Frühling für Tenever.
Zwangsversteigerung: Endlich ist Krause weg aus Tenever.

Ein wichtiger Tag für das eigentlich noch junge Demonstrativ-Bauvorhaben Tenever.
Im Rahmen einer Zwangsversteigerung erwirbt die OTG (Osterholz-Tenever Grundstücksverwaltung GmbH &Co KG), eine Tochter der mehrheitlich im Stadtbesitz befindlichen Gewoba und der städtischen BIG (Bremer Investitionsgesellschaft) die ehemaligen Krause-Wohnungen. 60% aller 2500 Tenever-Wohnungen gehörten Herrn Krause.
Die Krause-Wohnungen sind zum Synonym für verantwortungslose Wohnungseigentümer geworden, die ihre Immobilien verkommen ließen.
Nach vielen Versuchen haben nun die Wohnungen in der Kaiserslauterner Str., der Wormser Str., der Pirmasenser Str. 2-28, der Otto-Brenner-Allee 50 – 56 sowie des Pfälzer Weg 1/3 und der Neuwieder Str. 2 – 42 (Keßler-Block) für 26 Mio. € einen neuen Eigentümer gefunden.
Damit ist die Grundlage für den vom Bremer Senat beschlossen Stadtumbau in Tenever gelegt.
Im März 2004 soll mit der Sanierung begonnen werden.
Die städtebauliche Konzeption sieht die Modernisierung der erworbenen Hochhäuser vor sowie die Beseitigung der unwirtlichen Fußgängerebene.
Die Hälfte der Krause-Wohnungen soll abgerissen werden; Tiefgaragen zurückgebaut und große Freiflächen angelegt werden.
Die Gesamtsanierung dauert fünf Jahre.
Gesamtkosten: 75 Mio. €; die Stadt gibt einen Zuschuß von 30 Mio. €. Da Tenever Pilotprojekt im Rahmen des Stadtumbaus West ist, gibt es weitere 3 Mio. € vom Bundesbauministerium.

Nun also kommt die Buddel-Familie nach Tenever. Buddel ist das Maskottchen für Bremer Bauanstrengungen. Bezeichnend, dass der Bewohnertreff ein Transparent mit Buddelkindern anfertigte (schließlich ist Tenever der kinderreichste Ortsteil Bremens).

Nun hat Tenever, diese städtebauliche Sünde der 70er Jahre, die Chance auf einen neuen, zweiten Frühling – als familien-, kinderfreundlicher und internationaler Stadtteil mit modernisierten und instandgesetzten Häusern und einem besseren Wohnumfeld, vor allem aber mit einer sehr guten sozialen Infrastruktur und lebendigen Schulen.

Den Vertretern der Stadtteilgruppe jedenfalls fiel am 21.03.03 ein Stein vom Herzen. Schließlich hatte sich die Stadtteilgruppe seit vielen Jahren für das Sondersanierungsprogramm eingesetzt.

Anbei der Zeit- und Maßnahmeplan der Sanierung (Änderungen sind möglich).

Ebenfalls anbei eine Übersicht über die von Abriß oder Modernisierung betroffenen Einrichtungen, deren Perspektive im Rahmen der Sozialplanung erarbeitet wird.




 
 
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