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Warten bis 2007 auf die Linie 1?

Brigitte Pieper vom Senator für Bau Umwelt und Verkehr referierte vor den Akteuren des lokalen Gremiums Stadtteilgruppe über Planungen des Ressorts für den Bremer Osten: Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 von Osterholz-Tenever bis nach Bremen-Mahndorf. Ein vorstellbarer Verlauf einer solchen Trasse, so die Referentin, führe von der jetzigen Endstation der Linie 1 an der Züricher Straße mit den Haltestellen Engadiner Straße, Neuwieder Straße, Tenever-Zentrum, Hans-Bredow-Straße, Radio Bremen, Gottfried-von-Gramm-Straße, Weserpark, Thalenhorststraße und Nußhorn bis nach Mahndorf. Allerdings ist die vorgestellte Trasse nur eins von drei Bremer Bauprojekten, die im Hause des Bausenators zurzeit planerisch durchgespielt werden. Da diese allein aus Kostengründen nicht zeitgleich realisiert werden können, muß die Politik noch endgültige Prioritäten festlegen und ein Zeichen setzen. Sollten die Planungen der Linie 1 indes als vorrangig eingestuft werden, steht einer raschen Umsetzung offenbar nichts im Wege. Etwa 2007, so die Planerin, könnten dann die Arbeiten zum Ausbau des skizzierten Trassenverlaufs oder möglicher Varianten aufgenommen werden. In jedem Fall sehen die Planungen vor, für den Fortfall der Wendeschleife an der Züricher Straße Ersatz zu schaffen. Diese könne zwischen dem Tenever-Zentrum und der Osterholzer Heerstraße/Hans-Bredow-Straße angesiedelt werden. Eine weitere Aufwertung und Entwicklung Tenevers zu einem lebendigen, zukunftsfähigen Stadtteil resultiert aus angedachten Verbesserungen des „Seengebiets“ im Quartier: des Tenever- und Bultensees. Etwa durch neue Sitzgruppen und Sitzplätze, einer Uferterasse, eines Steges im Wasser an fünf Stellen rund um den Teneversee, erläuterte Planerin Katja Purnhagen anhand vorgestellter Entwürfe das Stadtgrün-Konzept, komme es in diesem Bereich zu einer nachhaltigen Verbesserung der Aufenthaltsqualität und mithin des Freizeitwertes. Das gleiche gilt auch für den Bultensee. Dieses Areal soll wesentlich attraktiver werden: u.a. mit aufgeschütteten Hügeln, vielen neuen Spielelementen (Holzdeck, große Schaukel, Baumhaus in einer Baumgruppe) und im See mit einer Badeinsel. Eine Anlage zur Tiefendurchlüftung soll für eine bessere Wasserqualität sorgen. Freilich, die letztendliche Ausgestaltung ist auch von den Preisen abhängig, die derzeit noch gecheckt werden. Apropos Tenever- und Bultensee: Für diese beiden Großprojekte stehen Mittel aus den Programmen „Wohnen in Nachbarschaften“ (WiN) / Soziale Stadt zur Verfügung. Ergänzt bzw. aufgestockt werden sollen diese aber noch um weitere laufende Anträge, die bislang noch nicht "abgesegnet" worden sind. Konkrete Summen als Anschubfinanzierung sind hingegen von der Stadtteilgruppe für nachfolgende Projekte im Konsens beschlossen worden: 15 000 Euro für die Interkulturelle Werkstatt in Tenever. Mit dem Geld soll eine auslaufende Stelle „ersetzt“ sowie Betriebskosten beglichen werden. Für das innovative Projekt Familienorientiertes Arbeiten sind 50 000 Euro reserviert worden. Das Modellprojekt Mobile Conciergen im Rahmen der Sanierung Tenevers erhält in Vorgriff auf das kommende Jahr 10 000 Euro. Ein kleineres zusätzlich aufgenommenes Kunst-Projekt, das leere Läden im Stadtteil unter Einbeziehung der weihnachtlichen Stimmung „füllen“ soll, schlägt mit 1 000 Euro zu Buche. Vertagt auf die nächste Sitzung wurde ein Antrag der Firebirds über 5 000 Euro als Anschubfinanzierung für Umkleidekabinen.

Wolfgang Plessow
Projektgruppe Tenever

 
 
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