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Im Garten der Menschenrechte

Ob aus Ost und West, Nord und Süd, gleich woher man kommt, an jedem Eingang des Rhododendronparks in Bremen ist der Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu lesen: "Alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten geboren" - wertvoll wie die UN - Deklaration für das Zusammenleben der Menschen - eingraviert auf im Boden eingelassenen Bronzebändern, die zum "Garten der Menschenrechte" führen.
Das war auch das Ziel der 15 aktiven Frauen und Mitarbeiterinnen des Mütterzentrums Tenever, deren Herkunftsländer z.B. der Iran, Ural, Polen, Türkei, Kasachstan und Moskau sind, jetzt in Tenever leben und in vielen lokalen Netzwerken arbeiten.
Vorbei an dem "am Wege" liegenden Artikel 18 zur "Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit", deren Wert sie existentiell kennengelernt haben, weiter zum Artikel 19 zur "Meinungs-und Informationsfreiheit" hin zum Patenartikel des Mütterzentrums Tenever, Artikel 25:
(1) "Jeder Mensch hat Anspruch auf eine Lebenshaltung, die seine und seiner Familie Gesundheit und Wohlbefinden, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztlicher Betreuung und der notwendigenLeistungen der sozialen Fürsorge gewährleistet; er hat das Recht auf Sicherheit im Falle der Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität, Verwitwung, Alter oder von anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.
(2) Mutter und Kind haben Anspruch auf besondere Hilfe und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche genießen den gleichen sozialen Schutz."
Dieser Patenartikel ist identitäts- und kulturstiftend zugleich. Die Frauen des Mütterzentrums haben inzwischen selbst viel gemeinsam aufgebaut: Deutsch für Ausländerinnen, Nähwerkstatt, Computerkurse, Internationale Küche, interkulturelle Werkstatt, Kinderbetreuung für berufstätige Mütter, Gesundheits- Beratungsgruppen im Stadtteil Tenever für Frauen. Jetzt erfahren sie von dem weltweiten Projekt "INSCRIRE - Menschenrechte schreiben" der Künstlerin Francoise Schein, die diese in öffentlichen Räumen der Städte dieser Welt, Paris, Brüssel, Lissabon, London, Haifa, Berlin, Rio und jetzt auch in Bremen schreibt und damit im öffentlichen Bewußtsein verankert.
"Es ist der wichtigste Text seit 1948 für das menschliche Zusammenleben in der gegenwärtigen und zukünftigen Zeit, nämlich die Vielfalt unterschiedlichster Menschen zu achten und zu schützen"" berichtet Witha Winter von Gregory, die Initiatorin des mit Preisen ausgezeichneten Bremer Projektes.
Eine "gemeinsame Reise" durch die "botanika", durch Asien, z.B. Nepal, Tibet, Neuguinea in die bunte internationale Pflanzenwelt eröffnete noch einmal mehr den Reichtum und Schönheit dieser "Einen Welt unter einem Dach".


 
 
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