Vorstellungen in Wort und Bild zur die Tenever-Sanierung flankierenden Image-Kampagne hat jetzt Margot Müller von in(corporate in Bremen entwickelt, der von der OTG/Gewoba beauftragten Agentur. Über einen Zeitraum von drei Jahren soll sie den Stadtumbau begleiten und so die Weichen zu einem lebendigen und zukunftsfähigen Stadtteil stellen.
Im Vergleich zur groß angelegten Sanierung Tenevers durch die OTG/Gewoba handelt es sich bei den von der Projektgruppe als Geschäftsführung der Stadtteilgruppe im Kern um von Trägern und Bewohnerinnen und Bewohnern lancierte Verbesserungsprojekte. So etwas ist freilich nicht zum Nulltarif zu haben. Damit Bewohnerbeteiligung funktionieren kann, stellen Bund und Länder Förderinstumente zur Verfügung: hierzulande die Programme WiN (Wohnen in Nachbarschaften), Soziale Stadt und ganz neu LOS – Lokales Kapital für soziale Zwecke.
Die Stadtteilgruppe Tenever hat im Verlauf der Sitzung über die Vergabe von WiN-/Soziale-Stadt-Mitteln über folgende Projekte im Konsens entschieden: Jugendfreizeitheim Planungskosten Architekt zum Umbau der Einrichtung nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen 5 000 Euro; Mütterzentrum für den Ausbau der Angebotsstruktur des Eastside Internetcafés 5 000 Euro; Quartier e.V. für die Durchführung einer Druckwerkstatt 7 500 Euro und die Hoodworker/ Ghettoarbeiter für Betriebskosten des von der OTG kostenlos zur Verfügung gestellten Büros in der Ludwigshafener Str.18 2 500 Euro. Zusätzliches Geld für weitere Projektideen fließt aus dem Bundesprogramm LOS: je 68 000 Euro für Tenever und Hemelingen. Allein für das Quartier im Bremer Osten haben die ersten vier Anträge bereits (wie bei WiN) im Konsens die Stadtteilgruppe passiert: ein Alphabetisierung für Frauen verschiedener Nationalitäten des Frauengesundheitstreff Tenever 7 864 Euro, der Fahrradpark Tenever mit handwerklicher Qualifizierung von jugendlichen Schulabbrechern 5 300 Euro, das Alkoholfreie Jugendcafé mit Beratung Jugendlicher beim Übergang ins Erwerbsleben 5 900 Euro sowie Frauen in Arbeit und Wirtschaft e.V. mit Berufsorientierung und Berufsplanung für junge Migratinnen / Aussiedler 3 412 Euro.
Projektgruppe Tenever
Wolfgang Plessow