Stadtteilgruppe Bremen-Tenever KontaktImpressum
Tenever Aktuell
Stadtteilgruppe
Projektgruppe Tenever
Bewohnerbeteiligung
Förderprogramme
Archiv - Nachlese
Protokolle der Stadtteilgruppe
Projekte der Stadtteilgruppe
 

112. Stadtteilgruppensitzung: Voll besetztes Haus

Besonders begeisterte das Projekt "Internationale Gärten" - neben der Kinder- und Jugendfarm gelegen -genauso wie "Opstapje", das Projekt des DRK für die Unterstützung türkischer Mütter bei der Frühförderung von Kindern, und der mit Jugendlichen organisierte Umbau der Freizeitanlage. Erfreut wurde registriert, daß noch Mittel zur Verfügung stehen aus dem Programm WiN/ Soziale Stadt. Anträge können bis zum 30.06. gestellt werden. Aktuelle Fragen zu Wohnungsnotstandsfällen, über die Wohnungshilfe finanziert, wurden direkt zu den anwesenden Vertreter/Innen der zuständigen Ämter vermittelt. Einstimmig war auch das Votum der Stadtteilgruppe zum sofortigen Wiederaufbau des KTH Andernacherstraße.
Trotz der widrigen Umstände der gegenwärtigen Unterbringung liegen 180 Anträge für die nächste Runde vor.
Bewohner regten an, Fitness-Räume zu schaffen, eine spontane Arbeitsgruppe erarbeitet jetzt Wünsche und Vorschläge für die Umsetzung.
Den zweiten Schwerpunkt, das Sanierungskonzept, stellte Stefan Fölsch von der Gewoba vor: den Baustellenbericht vom Kessler-Block und der Pirmasenser Straße.
Der "Drachen", "Dinosaurier" oder "Knabberbagger" in der Neuwieder Straße ist inzwischen eine Attraktion. Der Abbau des "Schokoladenriegels" läuft reibungslos, schonungsvoll, einschließlich Asbestbeseitigung; bis September ist der Rückbau dort abgeschlossen. Zum Internationalen Mittagstisch des Mütterzentrums - Tenever werden die Bauarbeiter eingeladen.
In der Pirmasenser Straße hat jetzt die Sanierung begonnen: Stefan Fölsch informierte über den Rückbau der Fußgängerebene, Beseitigung der Dunkel- und Angstecken, Abriß der "Zweigeschosser". Die neue Fassade wird heller, freundlicher, sicherer gestaltet. Heizungen werden erneuert, Gebäude modernisiert. Ab dem 1. Juli werden "mobile Conciergen" als Anlaufstelle und Vermittler zwischen Mietern und Vermietern eingeführt. Das Beleuchtungskonzept wird Tenever in der Sicht von nah und fern hervorheben: strahlend am Tag und reflektierend in der Nacht - ein Gesamtkunstwerk?
Gemeinschaftshäuser für Mehrfachnutzung und Kopplung mit Initiativen vor Ort, "Entbuschung" in den Außenanlagen und Erneuerung von Kinderspielplätzen sind geplant. Die Dynamik ist zu spüren im Stadtteil; ob junge oder ältere Bewohner, Menschen in Netzwerken oder öffentlichen Ämtern, Ideen überall - auch die Pause wurde voll genutzt zu An-, Quer-, Nach-, Zweifels- und Befragungen.



 

112. Stadtteilgruppensitzung: Voll besetztes Haus

Protokoll der 112. Stadtteilgruppensitzung Tenever
(Entwurf bis zur Beschlussfassung durch die folgende Sitzung)

Ort: Horthaus St. Petri, Pfälzer Weg
Datum: 09.06.2004
Zeit: 18:00 Uhr bis 21:15 Uhr
Teilnehmer: 81 laut Teilnehmerliste
Leitung: Joachim Barloschky
Protokoll: Jörn Hermening

Herr Barloschky (Projektgruppe Tenever) begrüßt die Anwesenden. Insbesondere begrüßt er die Gäste aus Weinheim, Hamburg und Mannheim, die heute an der Stadtteilgruppe teil-nehmen und erläutert die Zusammensetzung der Stadtteilgruppe. BewohnerInnen, Hausbe-sitzer wie Gewoba und OTG, Politiker, lokale Ökonomie, soziale Einrichtungen und öffentli-che Verwaltung entscheiden hier gemeinsam und im Konsens über die Vergabe der WiN-, Soziale Stadt- und LOS- Mittel. Entschuldigt haben sich für die heutige Sitzung Herr Wagner (Stadtgrün), Herr Schweser und Herr Liedke (beide SfBUV), Herr Kröning (MdB), Herr Schlüter (Ortsamtsleiter), und Herr Naß (Werbegemeinschaft Tenever Zentrum), der sein Er-scheinen für später angekündigt hat. Herr Barloschky stellt Barbara Matuschewsky als neue Mitarbeiterin (in Kooperation mit dem Mütterzentrum) der Projektgruppe vor. Sie soll für das Quartier zur Verstärkung der Kommunikation und Beteiligung beitragen.

Folgende Tagesordnung wird beschlossen:
1. Aktuelle Fragen und Anregungen
2. Protokollgenehmigung / Bericht über Aktivitäten zu den in der letzten Sitzung angespro-chenen Problemen
3. Aktuelle Informationen zur Tenever-Sanierung
4. Beschlussfassung und Vergabe von WiN / Soziale Stadt Mitteln
5. LOS – Lokale Ökonomie stärken
6. Verschiedenes

1. Aktuelle Fragen und Anregungen
Kündigung der Wohnungshilfe
Frau Kirschnik (Bewohnerin) erklärt, dass sie wegen der Sanierung gekündigt wurde. Sie wohnt seit 14 Jahren in Tenever und findet das gar nicht lustig.
Herr Schumann (OTG) erklärt, dass aufgrund der Sanierung niemand gekündigt wurde.
Frau Kirschnik erläutert, dass die Wohnungshilfe gekündigt hat.
Frau Gattow (Amt für Soziale Dienste, Sozialzentrumsleiterin Osterholz) ist das Problem be-kannt und sie hat sich bereits darum gekümmert. Die Einzelheiten sollten aufgrund des Da-tenschutzes aber nicht hier in der Sitzung besprochen werden. In der Pause steht sie gerne für ein Gespräch zur Verfügung.
Frau Kirschnik stimmt dem zu.

Herr Glahn (Bewohner) fragt nach, ob es noch anderen Mietern so geht.
Frau Gattow erklärt, dass es einen politischen Beschluss gibt, die Wohnungen der Woh-nungshilfe zu reduzieren. Eigentlich sind diese nur für Obdachlose vorgesehen, bis eine Wohnung mit einem normalen Vertrag gefunden wird. Viele Menschen leben aber schon sehr lange in Wohnungen, die die Wohnungshilfe angemietet hat. Dadurch entstehen erheb-liche Kosten. Bremen muss sparen und daher soll versucht werden, diese Mieter in normale Mietverhältnisse zu überführen. Auf keinen Fall wird jemand dadurch obdachlos werden.
Herr Stickel (Gewoba) ergänzt, dass allen Mietern der Wohnungshilfe eine Wohnung ange-boten wird. Jeder Mieter ist willkommen.
Herr Schumann betont noch einmal, dass niemand im Rahmen der Sanierung eine Kündi-gung bekommen wird. Im Rahmen des Abrisses des Kesslerblocks sind gute Erfahrungen gemacht worden. Auch die Wohnungshilfe hat trotz der Sparquote noch Einweisungen ge-macht.

Kultur
Frau Prieß (Quartier e.V.) möchte auf zwei Sachen hinweisen: Auf der nächsten Sitzung werden Fotos von Phönix 1 und 2 präsentiert. Nach dem Abriss soll Phönix drei folgen. Es soll ein schönes Fest werden, dass mit dem Spielhaus zusammen organisiert werden wird. Dabei soll es auch um die weitere Gestaltung der frei werdenden Flächen gehen. Zum Bei-spiel könnte man sich dort einen internationalen Basar, Kultur oder Gastronomie vorstellen, außerdem wird es Musik und Veranstaltungen und ein Kino mit Filmen aus Tenever geben. Das ganze Fest soll von oben mit einer Kamera begleitet werden. Das Bild mit ganz vielen Menschen könnte eventuell ins Guinnessbuch eingetragen werden.
Als zweites berichtet sie von dem Postkartenprojekt. Es ist sehr gut angenommen worden. 60 Entwürfe gab es, von denen fünf gedruckt werden. Die Ausstellung aller Vorschläge wird am 25.06. im Kulturbüro eröffnet.

Frau Stadler (Handycap) berichtet von einem Antrag, den die Projektgruppe zusammen mit dem Mütterzentrum und der Gewoba als Beitrag zur Bewerbung Bremens zur Kulturhaupt-stadt 2010 eingereicht hat. Er ist Bestandteil der Bewerbung geworden.
Außerdem ist die Seniorenzeitung Reifezeit kostenlos bei Handycap zu bekommen.

ALZ
Frau Kellerhoff (ALZ Tenever) erinnert noch einmal an das Fest zum 21. Geburtstag des ALZ Tenever. Am 18. Juni wird es in der ev. Gemeinde ein internationales Fest geben, mit Bauchtanz, Zauberer, etc. Morgens gibt es einen Tag der offenen Tür im ALZ. Außerdem feiert die ev. Gemeinde ihr 30jähriges Bestehen, Dazu wird es einen multikulturellen Gottes-dienst geben, bei dem unter anderem Gospels dargeboten werden.

Hoodworker
Jauad Boujibar (Hoodworker) lädt herzlich zum Grillen bei den Hoodworkern am 15. Juni um 15 Uhr in der Ludwigshafener Str. 20 ein.

Interkulturelle Werkstatt
Hafit Catruat (IWT) berichtet vom Fußballturnier, dass am 19. Juni zugunsten der Erdbeben-geschädigten in Marokko veranstaltet wird. Es wird von 10 bis 16 Uhr stattfinden, für die Ge-winner gibt es Pokale, für alle anderen Kaffee und Kuchen!

Grabeland
Herr Catruat erklärt, dass heute viele Leute da sind, die das Grabeland am Osterholzer Deich nutzen. Einige müssen früher gehen, da sie zur Nachtschicht müssen. Er bittet darum, den Soziale Stadt Antrag vorzuziehen, damit die Nutzer noch bei Beschlussfassung dabei sein können.

Die Stadtteilgruppe stimmt dem zu.

Herr Catruat berichtet, dass das Projekt Internationale Gärten sehr gut läuft. 38 Parzellen sind mittlerweile entstanden und es stehen noch 50 Leute auf der Warteliste. Da es in den letzten Wochen immer mehr Probleme mit den Nachbarn gibt soll jetzt ein Zaun errichtet und Toiletten angeschafft werden. Das hätte man schon früher einplanen können, aber das Pro-jekt ist innerhalb von drei Wochen entstanden.
Herr Glahn findet das Projekt sehr gut und möchte das auch unterstützen. Allerdings findet er es nicht gut, dass dort Platten gelegt werden, Buden aufgestellt werden und Partys gefei-ert werden.
Herr Rielsen (Bewohner) findet Toiletten sehr wichtig. Es ist dort auch schon in die Büsche gemacht worden, weil es keine andere Möglichkeit gab.
Herr Aslan (Bewohner) nutz das Grabeland und fragt nach, was störend an den Platten und Wasserpumpen ist.
Frau Poppe (SfBUV/Projektgruppe) erläutert, dass es sich nur um Grabeland handelt und nicht um Kleingärten. Es dürfen dort keine Bauwerke errichtet werden, das Ganze ist nicht auf Dauer angelegt. Wenn es zu Problemen kommt, kann es auch schnell zu einer Kündi-gung kommen. Daher hat sie die Bitte wenn es um den Zaun oder die Toiletten geht, doch vorher bei ihr Bescheid zu sagen, damit es nicht zu neuen Problemen kommt und man alles absprechen kann. Es sollte dazu ein Treffen mit den Nachbarn, den NutzerInnen und den BetreiberInnen geben.
Herr Catruat sichert zu, dass das passieren wird. Das Projekt ist sehr kurzfristig mit viel Ei-geninitiative entstanden. Auf jeden Fall wird das in Zukunft besser laufen.
Herr Barloschky dankt den Organisatoren der Projektes. Innerhalb von acht Wochen ist auf einer leeren Wiese tolles Leben entstanden. In Zukunft sollte die Fachkompetenz des Stadt-planungsamtes mehr mit einbezogen werden.
Herr Catruat erläutert zum Antrag, dass der Zaun selbst aufgebaut werden soll, dafür fallen keine Kosten an. Die Materialkosten betragen für den Zaun 4.500 €, dazu kommt noch die Entsorgung des Mülls, der illegal auf dem Gelände gelagert wurde und die Anschaffung von Toiletten. Insgesamt werden 5.700,-€ beantragt.

Beschluss: Für das Projekt Internationale Gärten werden 5.700 € aus dem Programm Soziale Stadt bereit gestellt.
Herr Barloschky erklärt, dass er die angegebenen Kosten für sehr gering hält und daher eventuell in der nächsten Sitzung mit einem weiteren kleineren Antrag für dieses Projekt zu rechnen ist.

Sportprojekt
Herr Schütz (Bewohner) ist Sportpädagoge und leitet den Kraftsportraum in der Ludwigsha-fener Straße. Die Geräte wurden selbst angefertigt oder mit Spenden angeschafft. Auch Ju-gendliche mit Drogenerfahrung konnten einbezogen werden. Es ist besser, wenn 12 bis 14 Jugendliche 2 bis 3 Stunden in der „Muckibude“ sind als auf der Straße abzuhängen. Zur Zeit ist das Projekt bei der AWO, es fehlt aber an Platz. Außerdem ist kein Geld da, um neue größere Räume zu bezahlen. Alles was an Arbeit in dem Projekt läuft ist ehrenamtlich. Könnte die Gewoba oder könnten andere Träger eventuell Räume kostenlos zur Verfügung stellen?
Herr Barloschky erklärt, dass dieses Projekt eine gute Idee ist. Die Hoodworker und der Ver-ein „Wir in Tenever im Jugendfreizeitheim haben ähnliche Projektideen. Die Projektidee sollte gemeinsam organisiert werden. Er regt an, dass unter Beteiligung der AG Jugend und der Projektgruppe (Cindi Tuncel) schnell ein Treffen organisiert wird.
Jauad Boujibar möchte das Anliegen von Herrn Schütz unterstützen. Es gibt einen Riesen-bedarf für solche Angebote. Sie selbst haben einen Raum von VAJA bekommen.
Frau Kellerhoff fände es gut, solche Sachen auch in den AK Jugend oder den AK Tenever einzubringen und dort zu diskutieren.
Herr Barloschky findet, dass hier immer der richtige Platz ist um Ideen einzubringen. Aus-führlicher soll das Thema im nächsten AK Jugend angegangen werden.

Spielplätze
Frau Kirschnik geht es um die Kinder in Tenever. Sie möchte, das die Spielplätze ordentli-cher gemacht werden.
Herr Barloschky erklärt, dass in dieser Richtung schon eine ganze Menge über WiN geför-dert wurde, u.a. wurden der Kinderbauernhof, Bolzplatz Koblenzer Straße, Spielplatz Neu-wieder Straße 1+3 gemacht, in Planung ist es den Spielplatz Neuwieder Straße 23 zu über-arbeiten. Im Rahmen der Sanierung werden außerdem alle betroffenen Außenanlagen über-arbeitet. Bei der 111. Stadtteilgruppensitzung (Rundgang) wurden dazu viele Anregungen gemacht. Noch in diesem Jahr soll der zentrale Spielplatz Pfälzer Weg bei aktiver Bewoh-nerbeteiligung, insbesondere Kinder und Jugendliche grundlegend umgestaltet werden.



2. Protokollgenehmigung/ Bericht über Aktivitäten zu den in der letzten Sitzung ange-sprochenen Problemen:
Die Projektgruppe möchte im letzten Protokoll geändert haben, dass der Beschluss zur Ge-nehmigung des Protokolls auf der 112. und nicht auf der 111. Sitzung getroffen wird.

Frau Stadler (Handycap) teilt mit, dass auf der ersten Seite stehen sollte, dass bei Phönix die Fahrstühle teilweise nicht funktionierten. Auf der letzten Seite sollte zudem das Wort „ag-gressiv“ aus Ihrem Redebeitrag entfernt werden.

Herr Weichsel (Bewohner) findet, dass die Besprechung der Gartenbauarchitektin im Proto-koll zu kurz kam.

Frau Schreier (Projektgruppe Tenever) erklärt, das in dem noch folgenden Protokoll der 111. Sitzung (Rundgang) dieses noch ausführlicher erläutert wird.

Beschluss: Das Protokoll wird mit den Änderungen beschlossen.

Teneversee
Frau Poppe (Projektgruppe/ SfBUV) findet, dass der Zustand der Wege am Teneversee nicht so akzeptiert werden kann. Es ist seit der letzten Sitzung schon besser geworden, aber es muss noch einiges gemacht werden. Falls das nicht in diesem Jahr noch gemacht wird, muss man da noch mal aktiv werden.
Herr Barloschky dankt in diesem Zusammenhang dem „Kommando Wühlmäuse“ , die eh-renamtlich Bepflanzungen durchgeführt haben. Insbesondere dankt er Achmed, Darifah und Camalia Catruat, Inga Faust, Ida Fink, Günther Glahn, Tahsim Joseph, Sivia Suchopar, Charlotte Wienhold und dem Mütterzentrum.

Herr Glahn und weitere Bewohner möchten wissen, wann das KTH Andernacher Straße wieder aufgebaut wird.
Frau Knauf (Leiterin KTH Andernacher Straße) erklärt, dass das AfSD sich zur Zeit um eine Lösung bemüht. Die zuständige Deputation tagt dazu am 24. Juni. Dabei geht es auch um die Größe der neuen Einrichtung. Bisher waren es 135 Kinder im KTH, in Zukunft soll es ein Angebot für 120 Kinder geben. Aber es gibt auch Planungen, die ein kleineres KTH mit 60 Plätzen vorsehen. Im Sommer werden neue Pläne entwickelt, die dann auch in der Stadtteil-gruppe vorgestellt werden sollen.
Frau Meyer (Gewoba) fragt nach, ob es eine gute Unterstützung wäre, wenn Leute von der Stadtteilgruppe zur Deputationssitzung kommen würden.
Frau Knauf erklärt, dass es noch eine Elternversammlung dazu geben wird, falls negative Signale durchsickern.
Frau Kellerhoff (ALZ Tenever) berichtet, dass sich bereits der AK Tenever für einen Aufbau für 120 Kinder ausgesprochen hat. Es wäre gut, wenn auch die Stadtteilgruppe einen Be-schluss in diese Richtung fassen könnte.
Herr Barloschky nimmt die Anregungen auf und erklärt, dass die Projektgruppe einen Brief schreiben wird, in dem gefordert wird, dass die Versicherungssumme zum vollständigen Aufbau des KTH´s Andernacher Straße eingesetzt wird.

Herr Hohn (Beirat Osterholz) fragt nach, ob es neue Informationen zur Zukunft des Hort Neuwieder Straße gibt.
Frau Knauf erklärt, dass der Hort zur Zeit in zwei Containern auf dem Gelände der Grund-schule Andernacher Straße untergebracht ist. Die Kinder sollen dann später in die Ganz-tagsschule reinwachsen.
Herr Hohn erklärt, dass die Kinder im Ganztagsbereich aber nur bis 16 Uhr betreut werden.
Herr Schild (Horthaus St. Pfälzer Weg) bestätigt dies. Die Betreuung von Schule plus Hort hat einen viel größeren Umfang.
Herr Barloschky schlägt vor, dass Frau Vetter und Herr Hohn dies eventuell in den Sozial-ausschuss des Beirates einbringen können.
Außerdem wird berichtet das die Hindugemeinde ein Domizil gefunden hat und nachgefragt, ob die Algen im Bultensee gemäht worden sind. Dies wird bestätigt.

3. Aktuelle Informationen zur Tenever Sanierung
Herr Fölsch (Gewoba) ist Architekt und für die technische Umsetzung zuständig. Er bedankt sich hier die Planungen vorstellen zu dürfen. Er berichtet von der Baustelle Kesslerblock, dass im April erst einmal eine Baustellenzufahrt errichtet werden musste. Die Abrissarbeiten sind kompliziert, da viele Schadstoffe im Gebäude erst entfernt werden müssen, bevor abge-rissen werden kann. Ende September soll das Vorhaben abgeschlossen sein.
Frau Suchopar (Bewohnertreff) findet es gut, dass die Neuwieder Straße durch den Abriss jetzt belebt ist. Mit den Baustellentouristen könnte man sicher Geld verdienen. Aber es gibt auch eine erhöhte Unfallgefahr, weil die Autofahrer dort immer zur Baustelle gucken.
Herr Schmittchen (Polizei) berichtet, dass es bisher keine Probleme wegen der Verkehrssi-cherheit gab. Der Zaun muss auch etwas auf der Straße stehen, da es einen vorgeschriebe-nen Sicherheitsabstand gibt.

Frau Lott (Mütterzentrum) greift diesen Gedanken auf. Das Mütterzentrum möchte den Cafe-betrieb und den Mittagstisch ausweiten, um ihn auch für die Bauleute attraktiv zu machen.
Frau Kellerhoff merkt an, dass der Knabberbagger beim Offenen Kanal sehr gut angekom-men ist.
Herr Fölsch erklärt, dass der Bagger wirklich eine Attraktion ist, er ist der mit dem längsten Arm in Deutschland. In der Pirmasenser Straße wird bald ein Gerüst aufgestellt. Die Er-schließung der Blöcke soll auf der Straßenebene passieren, die Zweigeschosser werden bis Ende Juli abgerissen. Seit Mitte Mai geht es auch mit der Sanierung voran, die Heizungen werden als erstes modernisiert. Ab Ende Juli werden die Gebäude eingerüstet und eine Wärmedämmung wird angebracht. Alle Gebäude erhalten zudem eine komplett neue Fassa-de. Es wird immer Hauseingangsweise voran gegangen. Ende März 2005 soll die Moderni-sierung in der Pirmasenser Straße abgeschlossen sein.
Frau Kellerhoff fragt, wann das ALZ an der Reihe ist.
Herr Dismona (Bewohner) wohnt in der Neuwieder Str. 44 und fragt nach, wann dieses Haus modernisiert wird.
Herr Schumann (Gewoba) berichtet, dass am 01.07. die Mobile Concierge ihren Betrieb in einem Container aufnehmen wird. Die Mitarbeiter werden deutlich an der Kleidung zu erken-nen sein. Die Neuwieder Straße 44/ Andernacher Straße 2 gehören der Ev. Ruhegehalts-kasse. Es sind Gespräche zu diesem Thema geführt worden, aber die Gesellschaft weiß im Moment noch nicht, was sie mit dem Gebäude machen wird.

Ein anderer Bewohner fragt nach, was mit der Pirmasenser Str. 32 – 36 passiert.
Herr Fölsch berichtet, das diese nicht zum Stadtumbauprogramm gehören.
Herr Schumann erklärt, dass dort in Zukunft eventuell die Gewoba tätig werden könnte.

Herr Glahn findet, dass sich die verantwortlichen zur Zukunft des ALZ Gedanken machen sollten.

Herr Barloschky stellt den neuen Mitarbeiter des Förderwerks für die Mobilen Conciegen vor, Hilmar Pudel.

Herr Fölsch stellt die geplante Fassadengestaltung anhand von Entwürfen vor. Dabei gibt er zu Bedenken, dass Tenever mit seiner Ansicht zum Beispiel von der Autobahn aus, weit über Bremen hinaus bekannt ist. Tenever ist nicht häßlich. Es ist markant. Daher soll auch das Gesamtbild erhalten bleiben. Dennoch werden an verschiedenen Stellen, die Fluchtbal-kone, Erdgeschoss und die Staffelgeschosse oben, mit kräftigen Farbtönen Akzente gesetzt. Die Fassade wird mit Feinsteinzeug gestaltet. Die Eingangsbereiche werden großzügig ge-staltet und große Hausnummern werden angebracht. In Zukunft soll es für jedes Gebäude eine Concierge geben. Die kräftigen Farben sollen auch in der Nacht durch Beleuchtung gut zur Geltung kommen.
Herr Glahn fragt noch, ob alle Eingänge miteinander verbunden sind.
Herr Fölsch berichtet, dass alle voneinander getrennt sind.
Herr Schumann findet es eine große Leistung, so ein Konzept im Konsens zu machen.

Stefan Hempen (KIK) fragt nach, ob hier die endgültige Lösung vorgestellt wurde.

Frau Suchopar (Bewohnertreff) fragt, ob der Bewohnertreff eine Außentreppe erhält.

Herr Fölsch erklärt, dass lediglich noch Nuancen verändert werden.
Herr Glahn fragt nach, ob das Fassadenmaterial beständiger ist als das alte.

Herr Fölsch erklärt, das der Bewohnertreff einmal von unten einen Eingang erhält und zu-sätzlich ein barrierefreier Zugang vom Treppenhaus erstellt wird. Das Feinsteinzeug hat eine Bestandsdauer von mindestens 30 – 40 Jahren.

Herr Flemming (Ev. Gemeinde) erinnert sich an die begeisterten Planungen vom Bau Tene-vers und hofft, dass die neuen Pläne diesmal wirklich länger Bestand haben.

Herr Fölsch berichtet von seinem Besuch bei der AG Gemeinschaftsräume. Die Anregungen von dort wurden aufgenommen und in die Entwürfe einbezogen. Für das Spielhaus gibt es einen Entwurf im Hof Pirmasenser Straße. Dieser muss natürlich noch mit allen beteiligten diskutiert und verbessert werden bis er weiter verfolgt werden kann. Dazu wird es einen run-den Tisch geben. Insgesamt wird auch angedacht Gemeinschaftsräume zusammen mit so-zialen Einrichtungen an die Garagen anzudocken. Oben auf den Garagen könnten eventuell Bewohnergärten entstehen.
Herr Born (AG Gemeinschaftsräume) findet den Standort gut. In der AG hat man sich viele Gedanken dazu gemacht, unter anderem auch zu den Betriebskosten, wie rechnet sich das Ganze, welche Möglichkeiten gibt es, damit sich auch die Gemeinschaftsräume tragen. Alle Ergebnisse werden in der nächsten Zeit in einem Papier zusammengefasst.
Frau Schäfer (Spielhaus) bedankt sich, dass es so schnell voran geht. Sie fände es schön, wenn man für den Runden Tisch noch einen Termin vor den Ferien finden könnte.

Frau Schreier fragt nach, ob auch die Ergebnisse aus der Bewohnerumfrage vorliegen.
Herr Born erklärt, dass die Ergebnisse auf der nächsten Sitzung der AG zusammengefasst werden sollen. Es sollten die Wünsche der Bewohner zu den Gemeinschaftsräumen gebün-delt werden. Vor dem Sommer sollen die ersten Ergebnisse aufgeschrieben, nach dem Sommer soll der vollständige Bericht vorliegen. Er bedankt sich auch für das Polis -Institut, dass sie so viel, auch über die verschiedenen Kulturen lernen konnten.

Herr Twietmeyer-Suchopar erklärt, dass Herr Fölsch schon die wichtigsten Ergebnisse aus der AG Technik vorgestellt hat.

Frau Poppe berichtet von der AG Entwicklungskonzeption. Für die Flächen des Kessler-blocks und die gegenüberliegende Seite ist eine Teilung vorgesehen. Es soll nicht alles wie-der bebaut werden, sondern auch Platz für Grün da sein (auf einem Plan wird dies erläutert). Für den Kesslerblockbereich wird zur Zeit eine Machbarkeitsstudie erstellt, in dem die Mög-lichkeiten Handel, Markt, Soziales, Grün etc. geprüft werden.

Herr Fölsch ergänzt, dass dies die langfristigen Planungen sind. Kurzfristig soll hier ein blü-hendes Rapsfeld entstehen, danach wird es einen Park geben, biss die endgültige Nutzung kommt.
Frau Poppe erklärt, dass auch im gegenüberliegenden Bereich zunächst kurzfristig zum Bei-spiel Grabeland angelegt werden könnte.

Frau Reese fürchtet dann Krach mit Ihrem Mann, da dieser dann am Wochenende immer von ihr in den Garten geschickt werden würde.

Frau Kellerhoff berichtet von der AG Umzug, dass die Umzüge zur Zeit sehr gut laufen. Sie findet es aber schade, dass die Mieter nach der Sanierung gleich mehr Miete bezahlen müs-sen. Die Nebenkosten werden zwar geringer, so dass unterm Strich das gleiche rauskommt. Sie fände es aber besser die Miete erst nach einer Übergangszeit zu erhöhen.
Herr Catruat (Interkulturelle Werkstatt) ergänzt, dass deutlich geworden ist, dass der Bedarf an Wohnungen für 7 bis 8 Personen größer ist, als das Angebot.

Herr Schumann nimmt die Bedenken von Frau Kellerhoff ernst. Die Miete soll incl. Nebenko-sten gleich bleiben. Es könnte allerdings Schwierigkeiten geben, wenn das Sozialamt diese Mieten dann nicht mehr übernimmt.
Herr Stickel (Gewoba) betont noch einmal, dass die Miete insgesamt gleich bleiben soll. Bei den zu kleinen Wohnungsgrundrissen zeichnen sich Lösungen ab.

Herr Tuncel (Projektgruppe) berichtet von einem anderen Problem. In der Neuwieder Straße 46-52 gibt es viele Probleme, da das Haus unbedingt saniert werden müsste. Es gehört aber nicht zum Stadtumbau und wird auch noch zwangsverwaltet. Es gab zwei Treffen mit den Bewohnern des Hauses. Viele Familien wollen in diesem Haus bleiben. Herr Dr. Voigt ist der Zwangsverwalter, will aber nicht kommen und sich die Sorgen der Mieter anhören. Auch die Banken, denen die Gebäude gehören, wollen nicht kommen.
Herr Schumann erklärt, dass auch die Gewoba daran interessiert ist, dass die Leute hier wohnen bleiben. Dr. Voigt hat als Unterverwalter die Gewoba bestellt. Die Neuwieder Straße 46 bis 52 gehört der Eurohyp – Bank. Als die Sanierung beschlossen wurde, konnte man sich nicht mit der Bank über einen Kaufpreis einigen.

4. Beschlussfassung und Vergabe von WiN/ Soziale Stadt Mitteln
Herr Barloschky übergibt für diesen Tagesordnungspunkt das Wort an Herrn Hermening (z.Z. Projektgruppe Tenever, AfSD)
Herr Hermening teilt noch einmal den Beschluss der letzten Stadtteilgruppensitzung der Ver-sammlung mit. Danach müssen die Anträge spätestens bis zum 30. Juni 2004 bei der Pro-jektgruppe eingereicht sein damit auf der Sitzung im Juli dann spätestens die Beschlussfas-sung und Bilanzierung erfolgen kann. Einige Anträge liegen jedoch heute zur Beschlussfas-sung vor.
Für folgende Projekte wurden Gelder bereitgestellt:

Opstapje (Projekt Nr. 97, WiN-Mittel)
Das Projekt des DRK, ist ein innovatives, präventives Projekt, das die Familien sehr früh er-reicht – wenn die Kinder zwischen 2 und 4 Jahre alt sind. Ziel ist die erzieherischen Kompe-tenzen der Eltern zu fördern, die Entwicklung der Kinder zu unterstützen und das Netzwerk der Familien zu erweitern. Regelmäßige Gruppentreffen mit allen Eltern bieten die Möglich-keit sich im kleinen Kreise auszutauschen. Die Familien werden über 18 Monate begleitet.

Beschluss: Die Stadtteilgruppe bewilligt die Vergabe von 2.000,00€ (WiN).


Jugendfreizeitheim (Projekt Nr. 109, Soziale Stadt)
Seit der Inbetriebnahme des Jugendfreizeitheim Tenever wurden einige Räume im Gebäude nach den veränderten Bedarfen der Jugendlichen um- und ausgebaut. Weitere Räume sol-len nun folgen. Mit dem Umbau sollen der Offene-Tür-Bereich und 3 Selbstöffnungsbereiche neu entstehen. Nach der Planung soll nun der erste Bauabschnitt der Umbaumaßnahme (Offene Tür mit Theke, Küche und Computerraum, etc.) umgesetzt werden. Viele Vorarbei-ten wurden (Entfernen von Wänden, Aufräumarbeiten, etc.) wurden bereits von den Jugend-lichen selbst durchgeführt. Die weiteren Maßnahmen müssen durch Fachfirmen ausgeführt werden. Die Holzarbeiten soll durch die im Hause ansässige Bras e.V. erfolgen.

Beschluss: Die Stadtteilgruppe stellt für den Umbau des Jugendfreizeitheim Tenever 12.370,00€ (Soziale Stadt) zur Verfügung.


Für das Projekt Internationale Gärten (Grabeland) (siehe TOP 1. Aktuelles) wurden 5.700,00€ (Soziale Stadt) bereit gestellt.


5. LOS – Lokale Ökonomie stärken
Frau Schreier berichtet, dass die zweite Förderperiode am 01. Juli beginnt. Auch in diesem Jahr stehen für Tenever wieder 68.000 €uro zur Verfügung.

Jauad Boujibar (Hoodworker) fragt nach, ob noch Guthaben da ist oder alles bereits verplant wurde.

Frau Schreier erklärt, dass gerne noch Anträge gestellt werden können.

6. Verschiedenes
Herr Barloschky erinnert an die kommende Europawahl und bittet darum, wählen zu gehen, wenngleich bedauerlicherweise viele internationale Bremen-Teneveraner/innen kein Wahl-recht haben.
In der nächsten Sitzung am 7. Juli geht es vor allem um die Beschlussfassung zu WiN/ So-ziale Stadt und LOS.

Frau Stadler (Handycap) fragt nach, was mit den Behinderten passiert, die von dem Abriss betroffen sind.
Herr Schumann erklärt, dass diese umgesetzt werden müssen. Für jeden Einzelfall muss ei-ne Lösung geschaffen werden.
Frau Meier ergänzt, dass sie sich gerade für die Gewoba über Fördermittel zur Unterstüt-zung dieses Personenkreises kundig macht. Für Beratung und Fragen steht sie gerne zur Verfügung.

Herr Fölsch ergänzt, dass es bei der Sanierung auch Verbesserungen für die Behinderten gibt. Zum Beispiel wird es in den Aufzügen keine Drehtüren mehr geben, sondern aus-schließlich Schiebetüren.

Frau Reese freut sich, wenn alle zur Wahl kommen, sie ist Wahlhelferin.

Frau Brinkmann (Bewohnerin) hat seit 24 Jahren eine Drehtür in ihrem Fahrstuhl. Sie findet das wunderbar. In den Schiebetür-Fahrstühlen geht ihr Rollstuhl immer kaputt.

Frau Schreier informiert über eine geplante Aktion des AK Tenever und des AK Kinder ge-gen die Kürzungen im Sozialbereich. Getroffen werden davon vor allem Menschen mit wenig Geld. Es wurde ein offener Brief dazu an Senatorin Röpke, den Bremer Senat und die Bre-mische Bürgerschaft geschrieben. Außerdem ist dazu eine Aktion vor der Bürgerschaft ge-plant. In den Einrichtungen gibt es weitere Infos dazu.

Herr Barloschky schließt die Sitzung und wünscht allen Teilnehmerinnen einen guten Nach-hauseweg.

Für das Protokoll

Jörn Hermening, 29.06.2004

 
 
© Stadtteilgruppe Bremen Tenever