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Internationaler Abend: Russische Kultur mitten in Tenver"Auch ohne die Sprache zu verstehen, spürt man beim Zuhören und Zusehen die Lebensfreude, das Temperament und das "große Herz" der Menschen, die aus der Weite Rußlands zu uns gekommen sind. Wir brauchen Sie bei uns, in Bremen und in Tenever" ist im Gästebuch des Mütterzentrums Tenever zu lesen, geschrieben von Ulrich Schlüter, Ortsamtsleiter von Osterholz, anläßlich des Russischen Nachmittags und Abend am Samowar".
Es war der erste Abend in der dunklen Jahreszeit in der Reihe "Internationale Abende" des Mütterzentrums mit der Gastfreundschaft, Tradition und Kultur der hier lebenden Bürgerinnen und Bürger aus Kasachstan, dem Ural und Moskau. "Ganz wie im Winter, wenn es kalt ist in Russland, wenn wir zusammenrücken, wenn gesungen und getanzt wird".
Kein Haus in Rußland ohne Samowar, keine Wohnung in Tenever mit zugewanderten Bürgern aus Kasachstan und dem Ural ohne Samowar. Der Samowar ist ein "Symbol des russischen Volkes".
Einer der ersten Staaten war Rußland, die dieses Getränk Chai=Tee probiert haben, das Holländer nach Europa brachten. Es war der russische Kaiser (Zar) Michael Romanow im Jahr 1638, dem als Geschenk Tee überreicht wurde. Er soll gesagt haben "ein sehr ungewöhnliches Getränk - wenn man sich daran gewöhnt, ein sehr leckeres".
Tee ist die Grundlage für die russische Gastfreundschaft, denn Tee "stärkt den Geist". Das Willkommen beginnt immer mit dem gemeinsamen Tee aus dem Samowar und man hat Zeit füreinander. Dazu werden Prjaniki, Vetruschki, Piroschki, Beljaschi, Rogalicki und Chworost gereicht. Alle diese Köstlichkeiten wurden vorbereitet von Frauen aus dem Mütterzentrum, zelebriert und organisiert von Ida Fink, Natalja Zitnikova, Christa Brämsmann und Sarah Lott.
Russische Lieder wurden gesungen, professionell mehrstimmig voller Poesie und Melancholie, von Einsamkeit, weiten Ebenen, schwerer Arbeit und langen Wintertagen. Kinder tanzten Matrjoschki, den Puppentanz, mit großem Beifall.
Voller Temperament und Lebenlust dagegen die Russischen Tänze, angeführt von Ludmilla und Slawo, alle tanzten mit.
Die russische Kultur war an diesem Abend ganz nah und die russische Mentalität war zu spüren und zu erleben. Dieser Abend hatte zudem auch die Menschen aus verschiedenen Kulturen, die hierher gekommen sind, näher gebracht im Verstehen und Miteinander im Stadtteil.
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