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Akwaaba (Willkommen) und Medaase (Danke)!

Es war überraschend, so Hafid Catruat (Interkulturelle Werkstatt Tenever) wie viele Ghanaer Bezüge zu Tenever haben. War seine Kollegin Saskia Sperling zutiefst erschüttert von der Armut, besonders der Kinder auf den Strassen und Plätzen, so erzählt Hafid Catruat von den sichtbaren Verhältnissen in Ghana: Das Leben und das Arbeiten findet auf den Strassen, im Freien statt und es ist eine Lebendigkeit und Kommunikation überall - sogar im wuseligen Strassenverkehr verkehren die Menschen mit Handzeichen, Gestik, Mimik und "Fair Play". Kommunikation zwischen den Menschen ist überall!
So ist auch die Armut sichtbar, nicht wie bei uns hinter verschlossenen Türen und für Mitmenschen und im Strassenbild unsichtbar.

Die Hilfsbereitschaft untereinander ist beeindruckend, die Lust auf Bildung überall spürbar. Zwar sind in den staatlichen Schulen 70-80 Kinder in einer Klasse, nach Altersgruppen getrennt, aber sie lernen anders, lebendiger und konzentriert. "Viele Kinder in Ghana haben auf Grund der Entfernungen und des mangelnden Geldes nicht die Möglichkeit, zur Schule zu kommen - 20 km zu Fuß ist keine Seltenheit - Fahrräder können ihnen den Schulbesuch ermöglichen" berichet das Team.

Alles war gut vorbereitet. Innerhalb einer Woche war der ausgemusterte und gespendete Rettungswagen des Roten Kreuzes, gefüllt mit Textilien aus der Kleiderkammer des DRK und einigen "Drahteseln" , die von der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (WaBeQ) zur Verfügung gestellt wurden überführt: von Tenever (wir berichteten) über den Hamburger Hafen in die Hafenstadt Tema. Von dort brachte das Team alles in den abgelegenen Ort Mapong Ashanti im Süden Ghanas. Dringend notwendige medizinische Behandlungen sind dadurch jetzt möglich.

Organisert von Rev. James Kwasi-Kwarteng und Thomas Darko Ameyaw Alias Samanpa Ye, beide in Tenever lebend, und guten Kontakten in Ghana, sowie den beiden Aktivisten der Interkulturellen Werkstatt Tenever Saskia Sperling und Hafid Catruat gelang es gleichzeitig weitere Kooperationspartner und Projektideen auszuloten.

Unterstützt wird das Projekt in Bremen auch von der GEWOBA, dem Landesamt für Entwicklungszusammenarbeit und der Projektgruppe Tenever.

Mit einem Koffer voller neuer Kooperationen zu Schulen, Politik, schnellen und formlosen Antragsmöglichkeiten, mit vielen Ideen von beiden Seiten für Entwicklungsprojekte mit Bewohnern und Menschen vor Ort wird bereits geplant, Grenzen und Kontinent übergreifend.

Im Neuen Jahr werden die Aktivisten dieses Projektes im Cafè Gabriely zusammen mit dem Mütterzentrum Tenever und den Bewohnerinnen und Bewohnern Tenevers darüber berichten, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 
 
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