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Mit großem Respekt, Aufmerksamkeit und Zuneigung für die Menschen in TeneverEs wurden nicht nur "Berge versetzt" von Schutt und Trümmer, weitere Häuser entkernt und abgerissen, neue Eingänge mit Conciergen geschaffen und Wohnungen saniert - es wurden Menschen verunsichert, umgesetzt, viel zugemutet - manche Mieter, Familien mit 2-8 Kindern das zweite Mal innerhalb von eineinhalb Jahren. Krach, Staub, Einschränkungen jeden Tag -. Die sozialen und kulturellen Einrichtungen mußten bisher mehrmals "mit Sack und Pack und nur für eine Zwischenlösung" umziehen, neben ihren Regelaufgaben - aber die Menschen haben es ohne Aufstand ertragen.
ALG II, Hartz IV, weitere Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich, Streichung von Ganztagsplätzen, wo Kinder sie am nötigsten brauchen, Kürzungen im Jugendbereich, Bildungsbenachteiligung, Kinderarmut, Schul-, Bibliotheks-, drohende Klinikum-und Meldestellenschließungen - hier im ärmsten, internationalsten und jüngsten Ortsteil Bremens war es täglich zu spüren.
Nein, die Teneveraner nahmen es nicht einfach hin, sie gingen dafür sehr häufig auf die Strasse, demonstrierten mit guten Argumenten und der massenhafte Gang der Stadtteilbewohner ließ offensichtlich auch die Verantwortlichen nicht kalt.
Es wurden hier und dort Kompromisse gefunden: für das Klinikum Ost, für die Bibliothek an der Walliser Strasse - und - die Sanierung Tenevers wurde nach dem Baustopp, der die Menschen sehr verunsicherte, fortgesetzt.
Erleichtert wurde die positive Nachricht in Tenever aufgenommen, dass die GEWOBA nicht verkauft wird, sondern in städtischem Besitz bleibt.
Trotz gegenteiliger Versprechungen wird die Kita Andernacher Strasse nicht wieder aufgebaut, die Meldestelle im Ortsamt Osterholz trotz hohen Bedarfs und die Schule Graubündener Strasse geschlossen - der Widerstand war groß.
Doch es wurde auch Neues geschaffen und erreicht: ein neuer Out-Door-Jugendtreff konnte in der Neuwieder Strasse eröffnet werden, mit Einbindung der Jugendlichen in die Planung von Anfang an. Freiflächen, Mietergärten und Spielplätze wurden zusammen mit Eltern, Kindern und Landschaftsarchitektin entwickelt.
Das Cafè Gabriely im Tenever-Zentrum als kommunikativer Ort für Ausstellungen, Lesungen und Begegnungen der Kulturen auch für Bremer und umzu wurde geschaffen, vom Mütterzentrum Osterholz-Tenever mit vielen Ideen und Leben erfüllt.
Aldi kommt in die Koblenzer Strasse - die Bewohner freuen sich über diesen Lichtblick.
"Vollständig modernisierte Wohnungen die fast Neubauqualität haben, über hervorragende Grundrisse verfügen, in einem Quartier mit ausgezeichneter Infrastruktur - Wohnungen, die mit zum Besten gehören, was wir in Bremen zu bieten haben" - diesem Ziel der GEWOBA kommen die Modernisierungsmaßnahmen in der Wormser Strasse und entlang der Otto-Brenner-Allee recht nahe. Neue Bäder, neue Fassaden, das ganze Programm ist vorangeschritten.
Der sozialverträgliche Rückbau Tenevers konnte zusammen mit der Stadtteilgruppe Tenever, d.h. den Bewohnerinnen und Bewohnern, den sozialen und kulturellen Einrichtungen, der Verwaltung und den politisch relevanten Kräften mit eingeleitet, gestaltet und begleitet werden.
Tenever ist auf dem besten Wege sein Image in ein sehr positives zu verändern - mit den dort lebenden Menschen, den Familien und Kindern - international, kommunikativ, jung, engagiert und friedlich.
Gegen die Unmöglichkeit des friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft spricht - TENEVER!
Tenever und damit Bremen stellt sich den Herausforderungen, in einer Welt der Flucht- und Wanderungsbewegungen.
Die Kinder und Jugendlichen in Tenever leben es uns selbstverständlich vor!
Alle können gespannt sein, was sich hier in Tenever weiter entwickelt - jetzt und für die Zukunft!
Barbara Matuschewski
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