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Schweden besucht Tenever: Schweden besucht Tenever

Letzteres habe viele Parallelen zu einem Hochhausviertel in Halmstad. Als beispielhaft und nachahmenwswert nahmen sie das Handlungskonzept der Stadtteilgruppe Tenever als Dreh- und Angelpunkt für Initiativen, Mitspracherecht und Gestaltung mit nach Schweden und das Programm Wohnen in Nachbarschaften WIN für Stadtentwicklungspolitik zur Stärkung kleinerer Projekte von BewohnerInnen und nachbarschaftlichen Zusammenlebens.

In der Schule Andernacher Strasse fanden sie einige "schwedische Leitideen wie die Stärkung der Persönlichkeit als Voraussetzung für Lernen" wieder. Wie aber die Akzeptanz verschiedener Kulturen bei gleichzeitiger Forderung nach Integration z.B. im Schulalltag umgesetzt wird, wurde als "gute Arbeit" und antizipatorisches Vorbild mit nach Schweden genommen. Der Respekt voreinander, Schüler unter sich, Schüler gegenüber Lehrern, Lehrer gegenüber Schülern, und Lehrer untereinander ist eins der "Geheimnisse", getragen von Gleichwertigkeit, Vertrauen und Kontrolle, "Wir dachten an deutschen Schulen herrscht die typisch deutsche Forderung - Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser - der Alltag, aber hier ist umgekehrt! Kontrolle ist gut, Vertauen ist besser - was für ein Fortschritt"!

"So viele produktive Ideen werden hier umgesetzt - ist das Bremer Standard?".
Die PädagogInnen und ErzieherInnen interessierte besonders das "wie", der Umgang mit der Vielfalt der Kulturen, die Sprachförderung und der Alltag.
Für die schwedischen Kollegen war es selbstverständlich, dass Kinder eine schöne Schule brauchen und die Gestaltung der Schule sehr wichtig ist. Dass diese Schule aber sichtbar Kinder beteiligt z.B: bei angeleiteten Wandmalereien mit Motiven ihrer Herkunftsländer Afrika, Russland, Orient und Deutschland
überzeugte angesichts der dekorativen Ergebnisse. "Man kann es hören, sehen, sogar schmecken (in der Schulmensa) und fühlen" dass dieses Schule sehr viel tut, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken, sie sehr ernst nimmt " und Schulleiter Uwe Hehr erklärt e" Die Kinder spüren, dass sie die Welt verändern, ein Produkt schaffen, auch etwas bewegen können".

Sehr informiert haben sich die Gäste auch über die Ganztagsschule Koblenzer Strasse. Besonders das Förderkonzept und die kulturellen Projekte, das bilinguale Gymnasium und die Teamarbeit von Lehrerinnen und Lehreren am Beispiel einer Jahrgangsorganisation erweckten großes Interesse. Viele Anregungen wollen sie übernehmen, weil sie zukunftsfähig sind. "Die gegenseitige Akzeptanz, den Umgang miteinander, der in mehreren Projekten wie der Klassenrat oder der Morgenkreis sich etabliert hat, haben wir von unserem Besuch in Schweden gelernt" konstatierte der Schulleiter Gerd Menkens, "Diese Foren fördern die Kultur der Dialoge und fördern die Bereitschaft Konflikte rechtzeitig verbal zu lösen". Die Gäste freuten sich darüber und spiegelten es wider.

Bremer Standard ist das wohl nicht, aber ein zukunftsfähiges Modell gerade in einem Ortsteil mit vielen MigrantInnen - eine gute Visitenkarte für Bremen.


 
 
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