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Ein Haus in Tenever: Ein Haus in Tenever

Seit 1972 steht das Haus: es gehörte der Bauunion die pleite machte. 1986 übernahm dann die Rosenheim GmbH das heruntergewirtschaftete Haus" alles wurde neu gemacht" : mit Pförtnerloge, extra Fahrradraum, Partyraum - "wer kaufen wollte hat gekauft". Die Ruhe, die Landschaft, die schön geschnittenen Wohnungen mit dem Blick ins Grüne und Weite, die videoüberwachten Garagen und die Eingangssituation, sowie die Pförtnerloge waren wichtige Qualitäten für Zuzug, Kauf oder Mieten.
Eine Mieterin berichtet, dass sie dafür sogar ihr Bremer Haus im Viertel aufgegeben hatte und seit 24 Jahren hier friedlich lebt.
Ein Hausmeister, ein Hausbeirat mit einem Vorsitzenden und einem Vertreter stehen zur Verfügung. Da der von der Hausverwaltung bezahlte Hausmeister im Haus lebt, ist er gut und gerne zur Stelle, "wenn es brennt", die anderen Aktivisten engagieren sich ehrenamtlich.

Die Bewohner in der Neuwieder Strasse 5 haben eine gemeinsame, eigene, abgestimmte Hausordnung und treffen sich zu Bewohnerversammlungen, um gemeinsam abzustimmen, sich zu informieren und Fragen zu beantworten.
Erst kürzlich wurde auf der Bewohnerversammlung des Hauses Neuwieder Strasse 5 die Freude über die Verbesserung ihres Quartiers Tenever sehr deutlich: das Ende der Abrissarbeiten, deren Lärm und Staub sie abbekamen, jetzt der Umbau und die Hoffnung auf ein neues Tenever. "Viel spricht für Reihenhäuser und kleinteilige Bebauung", sagen sie "und architektonische Wunder wie die Halle für Bewegung zeigen in die Zukunft des neuen Tenevers".
"Tenever soll sich verändern und moderner werden" lautet der Tenor der zahlreichen Bewohner und so treffen auch die Informationen zur Photovoltaik und Solarenergie, möglicherweise als Pilotprojekt für das Haus Neuwieder Strasse 5 auf großes Interesse. Da die Dachfläche als Gemeinschaftsfläche saniert werden muß, könnte sie "mit Hilfe erneuerbarer Energien, Subventionen (KDW/ Kreditanstalt für Wiederaufbau) sogar Ertrag bringen". Diskutiert wurde über die Umwandlung der Energie und Wirtschaftlichkeit, die Leistungsgarantien und Referenzprojekte. Wohlwollend kritisch wird das Gesamtprojekt im Detail geprüft, zunächst zurückgestellt, denn alle Bewohner müssen nach dem Konsens-Prinzip "ja" sagen.

Sauber und adrett ist die Empfangshalle, freundlich mit Pflanzenrabatten, ordentlich mit gestapelten Infos, Flyern und Einladungen - für alle greifbar im Haus.
Mehrere Generationen leben in der Neuwieder Strasse 5 und mehrere Nationen - überwiegend junge Familien mit 1-3 Kindern, viele Rentner und junge Leute, Alleinstehende weniger.
"Wurde früher viel in Gemeinschaftsarbeit gemacht" war zu erfahren, " helfen sich jetzt die Bewohner gegenseitig, manchmal sind es richtige Hilfsaktionen ( bei Krankheit und Gebrechlichkeit, "Oma- und Kinderhilfsdienst", Hilfe bei Einkäufen und Behördengängen" - ob es für die Mutter nebenan nach der Geburt ist oder für die 80 jährige oder 96 jährige! Nachbarin ist.

Ein Geschäft muß her, da sind sich alle einig: kleinere Läden überall und in der Nähe das wäre für junge und ältere Leute ideal. Aldi ist schon mal gut, aber das kann nicht alles sein. "Wir haben einen kleinen Laden, den Kabul-Markt, ein Afghane, mußte flüchten, will sein Geld aber selbst verdienen und nicht vom Sozialamt leben. Einige ehemalige Asylbewerber möchten kleine Geschäfte eröffnen! Alle die ich hier kenne, lernen gut deutsch, besonders die jüngeren Menschen sprechen gut und sind hilfsbereit!.

Das Sommerfest wird zusammen gefeiert, es gibt "Friseurtage" im Haus und oft genug gibt es Anlässe, gemeinsam zu feiern: "Geburt, Hochzeit, Tod, denn in diesem Haus wird geliebt, gelebt, gestorben - Anteil genommen und viele Ideen entwickelt für die Bewohnerschaft, für die Stadtteilgruppe, für Tenever".

 
 
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