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Tenever-Exkursion nach Wolfsburg - WesthagenWolfsburg-Westhagen zeichnet sich durch hohe Internationalität und einen hohen Anteil an jungen Menschen und eine Betonbebauung der sechziger Jahre in Meanderform aus. "Damit sitzen wir mitten im Kernproblem" erläuterte der Quartiersmanager: Viele Wohnungen stehen leer, Häuser sind ohne Mieter. Ursache ist die gesellschaftliche ökonomische und soziale Entwicklung, zudem aber die Besitzer - Fonds der Berliner Baugesellschaft, die egal ob Mieter wohnen oder nicht ihren Schnitt machen und die Wohnungen nicht instand halten. Es erfolgen keine Abrissmaßnahmen.
Dennoch ist Westhagen "ein Stadtteil mit Chancen" erführen wir:
"Westhagen erbringt mit seinen Menschen aus mehr als 50 Nationen eine hohe Integrationsleistung für die Stadt Wolfsburg".
Durch die Aufnahme Westhagens in das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" wurde es möglich, dieses Engagement zu unterstützen, z.B. entstand ein bepflanzter Wall als Lärmschutz vor der Autobahn, ein neu gestalteter Marktplatz, ein Park und ein interkulturelles Gartenprojekt.
Mit zusätzlichen Fördermitteln der Europäischen Union des Programms LOS - Lokales Kapital für Soziale Zwecke konnten auch die Beschäftigungschancen der Westhagener durch Maßnahmen der Qualifizierung und sozialen Integration voran gebracht werden:
Ab 1966 wurde Wohnraum für Arbeiter des Volkswagen-Werks gebaut "mit Lebensqualität und Großstadtgefühl" und dem städtebaulichen Leitbild "Urbanität durch Dichte".
" 4.300 Wohneinheiten wurden durch eine größtmögliche Ausnutzung des Baulandes für maximalen Wohnraum" geschaffen: bis zu 13 geschossigen Hochhäusern, Reihenhäusern und klassischen Eigentumswohnungen.
Heute leben in Westhagen ca. 9500 Einwohner, 15 % stammt aus über 50 Nationen, der Anteil russlanddeutscher Spätaussiedler liegt ca. bei 40 %. Die Arbeitslosigkeit liegt in Westhagen mit 15.5% deutlich über dem Wolfsburger Durchschnitt.
Die Aktivierung der Bewohner erfolgt über Ideen- Wettbewerbe z.B. für das Logo und die "Gärten der Nationen". "Es geschieht viel im Kleinen, resümierte Herr Mehlin,"von außen wird Westhagen schlecht geredet - die Bewohner selbst sehen das nicht so - sie kämpfen immer wieder!
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