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Der Fortschritt ist sichtbar in Tenever

Ein dickes Lob ging an die GEWOBA/ otg, die in Tenever "dicke Bretter gebohrt hat" und den Bremer Osten mit viel Aufwand, sozialem Engagement und Investition für eine lebenswerte Zukunft" aufwertet - 85 % der Wohnungen in Tenever gehören der GEWOBA. Ralf Schumann, Geschäftsführer der otg/GEWOBA berichtete, dass es schwer ist "ein verkorkstes Quartier mit einem verkorksten Image" positiv aufzuwerten. Ab 1. Januar erst beginne die Vermarktungsstrategie für die noch leer stehenden Wohnungen. Er sprach die Hartz IV-Problematik an, die die SPD letztlich zu verantworten hat.

Als "harte Nummer" bezeichnete auch Joachim Barloschky, Geschäftsführer der Projektgruppe Tenever und Quartiersmanager, die erschütternde Armut der Menschen und der Hartz IV Empfänger, besonders auch der Kinder, sowie die Sorgen vieler Flüchtlinge um Duldung, Bleiberecht und Überlebenskämpfe.
"Ein Segen für die Bewohner und deren Projektideen sind dagegen die leistungssichernden Programme WiN/ Soziale Stadt und LOS (Lokales Kapital für soziale Zwecke), denn dadurch können Bewohner sich aktiv beteiligen, einbringen und gestalten", so Jochim Barloschky. Ob ehrenamtliche und bezahlte Arbeit im Mütterzentrum und Cafè Gabriely, mobilem Service-Dienst der "Crew", Internet-Kurse im Eastside-Cafè, mobilen Conciergen oder der Arbeitseinsatz der vielen Ehrenamtlichen z.B. in der Halle für Bewegung oder in der in der Interkulturellen Werkstatt - die Menschen hier wollen arbeiten, sie engagieren und integrieren sich. Sie lernen deutsch, aber die Sprachförderung allein ist noch keine Integration - es mangelt an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.
Herr Schmittchen, Kontaktpolizist in Tenever, berichtete dass es in Tenever - einem Ortsteil mit typischen Vorurteilen über benachteiligte Gebiete, mit über 70 % Ausländeranteil und Armut - keine erhöhte Kriminalität gibt (Fahrraddiebstahl, Kellereinbrüche, Körperverletzung) und z.Zt. keine Jugendbanden und kriminelle Jugendgruppen in Tenever sind. "Dieses obwohl hier viele Kinder und Jugendliche leben, trotz hoher Arbeitslosigkeit und Armut - wir können stolz darauf sein". Grund dafür ist die positiv gestaltete soziale Kontrolle: die präventive Zusammenarbeit mit dem sozialpsychologischen Dienst, die Vernetzung mit weiteren sozialen und kulturellen Einrichtungen, das ineinandergreifende beispielhafte Engagement, die Bewohnerbeteiligung und Partizpation bei Projektentwürfen, Abstimmungen und Umsetzungen.
Mit auf den Weg bekamen die Genosinnen und Genossen, dass sie sich für die Programme WiN, Soziale Stadt und LOS einsetzen, weiterhin die GEWOBA in städtischem Besitz bleiben muß um den "Heuschrecken" keine Chancen zu geben. Schlüsselprojekte sollen mit einer Grundfinanzierung gesichert werden, um Kontinuität und Stabilität herein zu bekommen. Strukturell muß für Kinder auch der 0 - 3jährigen, für die Kindertagesstätte (Kita) und gegen Kinderarmut gekämpft und gehandelt und der Kampf gegen rechts unterstützt werden.



 
 
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