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Besuch der Senatorin Ingelore Rosenkötter in TeneverDie Senatorin versprach angesichts der Haushaltslage in Bremen nichts, aber sie überzeugte "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" sich einzusetzen für familienorientiertes Arbeiten mit Eltern und den vielen Kindern Tenevers.
"Jung ist ungewöhnlich, denn eigentlich ist der Ortsteil Tenever alt geworden" und sie erfuhr, dass es einige wenige ErstbewohnerInnen gibt, aber eine riesige Fluktuation von 25% für Tenever gilt -d.h. statistisch, dass alle vier Jahre eine "neue Belegschaft" da ist mit Neubürgern. Tenever ist deshalb ein Integrationsquartier, für Menschen, die Fuß fassen. Wenn sie in sicheren Lebensverhältnissen leben, zogen die Menschen meist weg. Gespannt ist man jetzt wie sich Tenever jetzt entwickelt, denn Tenever ist vorzeigbar!
Als reine Wohnstadt braucht Tenever dringend Arbeitsmöglichkeiten und eine Arbeits- und Ausbildungswerkstatt, denn fast alle Projekte leben vom 2. Arbeitsmarkt .
"Haben sich die Problemlagen verändert?" fragte die Senatorin. "Wir haben zwar nicht mehr das Drama der Wohnungen, aber große Sorgen um Arbeitslosigkeit und deren Folgen. Die Menschen wollen arbeiten!" erklärte Joachim Barloschky, Quartiersmanager und Geschäftsführer der Projektgruppe Tenever.
Im Kita-Horthaus Pfälzer Weg stellte Irina Skoba das über WiN geförderte Trainings- und Weiterbildungsprogramm FIT für Migrantinnen überzeugend vor: ein familienorientiertes Programm das mit den Migrantinnen den Heimatverlust, die Traumata und der Integration in die neue Welt aufarbeitet und der Überforderung der Eltern und Kindern entgegenwirkt.
Dahinter steht die Erkenntnis "wenn es den Eltern gut geht, dann geht es auch den Kindern gut, denn Kinder schleppen die Last der Eltern mit sich".
"Ich will mich intensiv bemühen, dass die notwendigen Mittel für die O-6jährigen Kinder Tenevers zur Verfügung gestellt werden" und mit diesem Rückenwind aus Tenever ein qualitativ hochwertiges Lösungsmodell im Sommer 2007 umgesetzt werden kann."
sagte Senatorin Ingelore Rosenkötter bei Ihrem Besuch in Tenever.
Die Elternvertreterin Sivia Suchopar sprach die 200.000 Euro zur Verwirklichung der Umzugspläne an, nachdem es Fakt ist, dass die ausgezahlte Versicherungssumme des abgebrannten Kindergartens Andernacher Strasse anderweitig ausgegeben wurde.
300.000 Euro sind bereits geordert und die restlichen 200.000 Euro müssen noch für die benötigten Umbauten aufgebracht werden: das Horthaus Pfälzer Weg geht mit 2 Gruppen in Räume der Grundschule Pfälzer Weg und in den Flügel der Kita Pfälzer Weg.
Die verstreuten Dependancen der abgebrannten Kita Andernacher Strasse und Scheevemoor kommen dann in das Horthaus Pfälzer Weg, das eben deswegen etwas umgebaut werden muß. Qualitativ soll sich nichts verschlechtern, ist die Losung.
Im Frauengesundheitstreff Tenever sprach die Senatorin mit Migrantinnen und Bewohnerinnen Tenevers. "Dieses ist ein Ort für uns Frauen" strahlten sie "hier finden wir unseren Platz. Ein Platz zum Lernen der deutschen Sprache, zu sportlichen Übungen, ein geschützter Raum für Fragen zur Gesundheit und zum gesunden Leben, hier werde ich als Frau bestätigt" erzählten die Frauen türkischer, iranischer, afrikanischer und deutscher Herkunft. Eine türkische Frau hat gerade den Übungsleiterschein im Sport bekommen und ist sehr glücklich darüber, ihr Können weiterzugeben.
Senatorin Rosenkötter hörte die Begeisterung besonders erfreut, hatte sie doch als Präsidentin des Landessportbundes diese Möglichkeiten für Migrantinnen gefördert. "Es ist ein Beispiel wie aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit mehr Selbstbewußtsein entsteht, mehr Aktivitäten und Erfolge.
Die pädagogische Leiterin Inge Koepsell, stellte beispielhaft die vielfältige Arbeit mit Frauen im Sprach- und Gesundheitsbereich vor. An einem aufbauenden Deutschkurs z.B. nehmen 14 Migrantinnen teil, die insgesamt 74 Kinder haben - Kinderbetreuung ist organisiert. Auch die "Suppenküche" in Tenever war ein Erfolg - 300 l wurden gekocht - und soll wiederholt werden.
Gesundheitsfördernde Angebote werden im Stadtteil sehr angenommen: es ist die Umsetzung der Ottawa-Konferenz zur Gesundheitsförderung - auf dem Weg zu einem neuen Verständnis von öffentlicher Gesundheit.
Sicher war der Besuch in Tenever in Tenever eine Herausforderung für die politische Arbeit. Die Senatorin versprach, mit allen ihren Möglichkeiten sich für den Ortsteil Tenever und die Menschen, die Eltern und die vielen KInder einzusetzen.
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