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Informationen zur Wahl 2007 aus TeneverTenever und Blockdiek haben eine besondere Rolle, weil es Quartiere sind, in denen die Spaltung der Städte sich offenbart. Hier leben überdurchschnittlich viel Menschen, die arbeitslos sind, von Sozialleistungen abhängig sind und Migrationshintergrund haben.
Tenever ist dabei der internationalste (mit über 80 Nationen) und vom sozialen, städtebaulichen Umfeld der Wählerinnen und Wähler am meisten geprägte Ortsteil. Tenever hat den größten Anteil von Bewohnern, die von Transferleistungen abhängig sind, die meiste Kinderarmut und die höchste Arbeitslosigkeit in Bremen. Viele Bewohner möchten gerne wählen, dürfen aber wegen ihres Ausländerstatus` nicht wählen.
Nach wie vor ist die Gruppe der Nichtwähler die stärkste "Partei".
Fest steht, dass die Forscher der Höhe der Wahlbeteiligungsquote, bzw. der Nicht-Beteiligung eine fast ebenso große Bedeutung zu messen wie den Stimmanteilen der einzelnen Parteien. Sie kann als eine Art "Stimmabgabe" angesehen werden.
(Quelle: Statistisches Landesamt Bremen/Statistische Mitteilungen Heft 110/2007)
Man bedenke dabei, dass im internationalen Tenever viele Menschen nicht wählen dürfen.
Bemerkenswert ist der Erfolg der Linken in ganz Bremen, aber auch in Osterholz, wo sie den Sprung von 0 auf 7,7 % erreicht haben. Dem Versprechen der Linken vertrauend, der Ungleicheit in der Gesellschaft entgegen zu wirken und eine gerechtere Verteilung der Arbeit zu gestalten, hat die Linke wohl auch Protestwähler erreicht.
Auffallend und erfreulich ist, dass die rechten Parteien zusammen in Tenever gegenüber 2003 Stimmen verloren haben, trotzdem ist weitere Aufklärung im Stadtteil nötig. Ist der Anteil dieser Wähler in Bremen Stadt ca 30% rücklaufig, ist er in Tenever auf über die Hälfte gesenkt!
Ob das Wahlverhalten der Bevölkerung in Osterholz und in Tenever etwas mit den prekären Mehrproblemlagen der Menschen, der sozialen Benachteiligung in der Großsiedlung zu tun hat, werden Wahlforscher ermitteln. matu
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