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Resolution des AK Kinder in TeneverSeit etwa 2 Jahren leben die Kinder in Tenever jetzt mit einer erheblichen Verschlechterung ihrer Ferienangebote:
Das vom Horthaus Neuwieder Straße gestaltete, qualitativ hochwertige Ferienprogramm, ist mit dem Übergang in die Ganztagschule Andernacher Straße weggefallen. Nur die Kinder berufstätiger Eltern, dazu verbunden mit Extrakosten, können jetzt noch ein Ferienangebot nutzen. Aufgrund der finanziellen Situation der Familien ist es für uns nicht verwunderlich, dass es in Tenever seit dieser Neuordnung keine Nachfrage mehr gibt.
Von den zur Verfügung stehenden pädagogischen Mitarbeitern der Ganztagsschule werden stattdessen Feriendienste in den besser situierten Stadtteilen geleistet.
Die gleiche Misere verzeichnet das Horthaus St. Petri: Auch hier blieb ein für die Kinder unersetzliches Ferienprogramm auf der Strecke, da im Sommer 2006 die entsprechenden personellen Ressourcen für die Ferienbetreuung radikal zurückgefahren wurden. Dieser Umstand hat nun für das laufende Hortjahr und insbesondere für die Sommerferien die Konsequenz, dass es nur noch ein Notdienstprogramm für Kinder von berufstätigen Eltern gibt, die dann mit dem eingeschränkt zur Verfügung stehenden pädagogischen Personal, kleinere Ausflüge und Freizeitangebote genießen können. Hingegen haben die Kinder von Familien, in denen Arbeitslosigkeit und damit verbunden oft auch finanzielle Nöte vorhanden sind, keinerlei Anspruch auf Ferienangebote.
Ähnlich steht es um die Resonanz bei den „Schul-Sommercamps“. Für viele Schulkinder aus Tenever wäre die Teilnahme von großem Nutzen, doch sie werden von ihren Eltern nicht angemeldet. Die Gründe sind, wenn auch oft nicht so benannt, eindeutig finanzieller Art.
Das Spielhaus Pfälzer Weg hat in den Sommerferien besondern Wert darauf gelegt, Eltern-Kind-Fahrten anzubieten. Diese Fahrten dienen dazu, das Familienleben zu verbessern, der Alltag kann vergessen werden, die Kinder bekommen die volle Zuwendung der Eltern. Die Feriengelder des Spielhauses wurden über die Jahre immer wieder gekürzt, obwohl Eintrittspreise und Fahrtkosten gestiegen sind. Die Eltern können die fehlenden Gelder nicht tragen.
Die Verschlechterung personeller Ressourcen anderer Betreuungsangebote wirkt sich ebenso auf das Programm des Spielhauses aus. In den vergangenen Jahren konnten durch die Zusammenarbeit der Einrichtungen Projekte durchgeführt werden, die von den beiden Pädagoginnen des Spielhauses alleine nicht bewältigt werden können.
So kann das nicht weitergehen ! Hier werden Entwicklungschancen von Kindern mit dem Rotstift durchgestrichen !
Wir fordern deshalb: Ausstattung der pädagogischen Einrichtungen im Stadtteil mit personellen und finanziellen Ressourcen, damit für benachteiligte und von Armut betroffene Kinder ein Ferienangebot gemacht werden kann, dass diesen Namen auch verdient. Chancengleichheit sollte auch bedeuten, gleiche Chancen auf Erholung zu haben.
Wir fordern, dass das bewährte soziale Netzwerk in Tenever nicht auf Kosten der Kinder weiter zerschlagen wird.
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