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Lebendige internationale Nachbarschaft im WiN-Gebiet TeneverAnschaulich berichteten die Aktivisten der Nachbarschaft Bultenweg e.V. von den Aktivitäten, Veränderungen und Problemen in diesem Wohngebiet mit 286 Reihenhäusern, 80 Eigenheimen, 241 Mietern in Geschosswohnungen und 8 Gewerbetreibenden.
Der 1983 aus einer Interessengemeinschaft gegen hohe Heizkosten entstandene Verein in der 1966 erbauten Wohnanlage vertritt Mieterinteressen, fördert Nachbarschafts- und kulturelle Aktivitäten und setzt sich für die Verbesserung des Wohnumfeldes ein. Das Büro in der Lausanner Strasse 42 ist Anlaufstelle für Nachbarn, mit Sprechtagen, Klönschnack, Gesprächskreisen u.a. zur Unterstützung des Klinikums Ost, Gesprächen mit der GEWOBA, zur Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Bremen-Ost, zum Gestalten von Spielhöfen in Zusammenarbeit mit den Eltern und der GEWOBA, und lockeren Nachbarschaftsbeziehungen zum Wohnquartier Hahnenkamp. Für Kinder werden Feste organisiert mit Spielmobil, Laternelaufen, Weihnachtsüberraschungen und als Großereignis für die Erwachsenen: das jährliche "kleine Schaffermahl".
Ein Antrag an die Stadtteilgruppe Tenever zum European Neighbours Day am 29. Mai 2007 beinhaltet auch einen Zuschuss von 500 € , den die Mietergemeinschaft Hahnenkamp zusammen mit dem Nachbarschaftsverein Bultenweg e.V. beantragt für eine Begegnung beider Einrichtungen in der nachbarschaftlichen Egestorff-Stiftung zur Eingliederung von Nachbarinnen und Nachbarn. Unter dem Gesundheitsaspekt wird das Kneippbad der Seniorenwerkstatt der Egestorffstiftung an diesem Tag gemeinsam genutzt und über gesundheitliche Aspekte dikutiert.
Dieser Antrag wurde einstimmig beschlossen.
Veränderungen im Wohnquartier sind durch die demographische Entwicklung und den Zuzug von Migranten, vor allem aus dem russischen Raum, aber auch aus dem arabischen z. T. problematisch. "Die Einbeziehung und Integration von Migranten ist uns sehr wichtig", berichtet Frau Habekost, Vositzende des Vereins, "aber bei uns ist es etwas schwieriger, die Arbeit zusammen mit den alteingesessenen Bewohnern integrativ zu gestalten".
Das Zukunftsmodell "Mehrgenerationenwohnen" im Gebiet Bultenweg ist aktuell in der Planung: junge Leute wohnen in der oberen Etage, ältere Mieter wohnen in barrierefrei umgestalteten Erdgeschosswohnungen. Eine Sozialstation mit Dienstleistungen wie Pflege, Haushaltshilfen, Begleitservice, Gesprächs- und Spielkreise sollen angeboten werden, ebenso Beschäftigungen für ältere Leute. Die Vorbereitungsgespräche mit der GEWOBA, dem Bundestagsabgeordneten Volker Kröning und weiteren Repräsentanten sind in vollem Gange.
Wie sinnvoll und innovativ der therapeutische Sinnesgarten der Förderverein Pfälzer Weg e.V. auch mit WiN-Mitteln gestaltet und weiter entwickelt wird, konnten die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Stadtteilgruppe Tenever in Wort und Bild erfahren: für Schwerst- und Mehrfachbehinderte wurde das Wasserlabyrinth, Klangspiele, die Vogelnestschaukel, der Garten der Sinne mit Pflanzen unterschiedlicher Farben und Gerüche wie Rosmarin, Salbei und Knoblauch angelegt. Es wurde nebenbei deutlich gemacht, wie Schwerst- und Mehrfachbehinderte leben und wie die Arbeit des Fördervereins nach innen und außen wirkt.
Die Kreativität ist in allen Tenever-Ortsteilen zu finden und so kamen wieder vielfältige Projektvorschläge und WiN-Anträge für stadtteilintegrierte Beratung und Betreuung, ein Kinderkulturprojekt, Sommer-, Nachbarschaft- und Farmfeste, ein Bewohnerseminar, ein Vorschalg zum European Neighbours Day, Integrationsangebote und Erweiterung, bzw. Umbau von sozialen Einrichtungen zur Vorstellung, Diskussion und Abstimmung.
(Die Beschreibung der beschlossenen Projekt erfolgt separat) u
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