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Viele Menschen fühlen sich von den Parteien nicht mehr mitgenommenWährend vor allem die CDU in Tenever große Stimmeinbußen hinnehmen mußte, konnten die anderen Parteien ihr Ergebnis in etwa halten und verbessern. Die Linke erzielte bei ihrem ersten Wahlantritt ein überraschen hohes Ergebnis (von 0,7 % in 2003 auf 7,9 % in 2007!).
Während die SPD mit ihrem Ergebnis stagnierte ( von 40,5 % in 2003 auf 40,6 in 2007, ein Plus von 0,1 %), konnten auch die Grünen ein deutliches Plus an Wählerstimmen verzeichnen (8,5 % in 2007, + 3,4 %). Florian Rauch, Praktikant der Projektgruppe Tenever, erläuterte dazu (mit Tischvorlage):
Die massive Wahloffensiven der Rechten durch propagandistische Plakatierungen scheinen in Tenever größtenteils wirkungslos geblieben zu sein. Die Rechten sind in Tenever auf die Hälfte !zurückgegangen, während in Bremen Stadt ein Drittel zu vermerken ist. "Dies kann auf eine positive Integrationsarbeit zurückzuführen sein."
Die Gründe für den hohen Wahlrückgang in allen Stimmbezirken Tenevers haben einen komplexen Hintergrund, der mit den über 130 Teilnehmer/innen der Stadtteilgruppensitzung diskutiert wurde:
Die steigende Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit den Regierungsentscheidungen ist offensichtlich. Vor allem in Tenever spielen Faktoren wie Arbeitslosigkeit und Rückgang sozialer Leistungen (z.B. Hartz IV) eine große Rolle. Die hohe Wahlerfolge der Linkspartei und den Grünen spiegeln die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit ihrem Wunsch nach sozialen Grundfesten in ihrer Stadt und ihrem Ortsteil wider.
Der Wahlkampf scheint die wahren Bedürfnisse der Bewohner nicht ausreichend tangiert zu haben.
Andererseits möchten viele Jugendliche und hier z.T. seit Jahrzehnten lebende Ausländer wählen, dürfen aber nicht.
"Wahlen entscheiden eben nicht das Leben" ergänzte Joachim Barloschky, Quartiersmanager im Ortsteil Tenever.
Der gezielte Bürgerkontakt und die direkte Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Bewohner findet dagegen täglich in Tenever statt, in der Stadtteilgruppe, in den Institutionen und Einrichtungen, überparteilich, direkt und konkret im Alltag der Menschen.
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