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Zeigen Sie doch mal die Ausstellung in Oberneuland - spannende Diskussion mit Senatorin Rosenkötter zum Thema ArmutAuf 19 Tafeln werden Menschen mit ihren Geschichten gezeigt und deren Lebensbedingungen und Auswirkungen von Armut in Bremen. Sie ist eine Herausforderung, sich einzusetzen für eine soziale Stadt und Möglichkeiten den Weg aus der Armut herauszufinden.
Zur Finissage, organisiert von der AG Beschäftigung des Arbeitskreises Tenever, kamen viele, zudem Senatorin Ingelore Rosenkötter, die sich sehr aufmerksam die Texte und Bilder der Ausstellung ansah und offene Augen und Ohren für die vielen Fragen der Bewohner und Besucher hatte: "was macht die "große Politik mit uns kleinen Leuten, es wird ständig gekürzt und die Großen stopfen sich die Taschen voll" . "Ich bitte Sie Frau Senatorin, mein Kind und ich können nur mit Hilfe der Bremer Tafel überleben, für mein Kind habe ich pro Tag 2, 62 Euro" (für Frühstück, Mittag-Abendessen, Zwischenmahlzeiten, Gtränke, Obst, Süßes). Tasächlich kommen in Tenever zur Bremer Tafel Menschen aller Nationalitäten, alt und jung . "Hartz IV ist eine einzige Katastrophe und alle machen sich Sorgen um ihre Kinder. Es geht um Nahrung, aber auch um die Kontakte vor Ort, wenigstens ein Mal im Monat ins Kino oder zu einem kulturellen Ereignis. Weg von den Almosen, hin zu einem Arbeitsprogrammen, "wir möchten ein geregeltes Auskommen haben" und "eine Teilhabe an der Gesellschaft" hieß es. Mit einem Sozialticket, das es auch schon mal gab, wäre einiges möglich.
"Es ist an der Zeit, dass sich die Regierung für Hartz IV entschuldigt" sagte Joachim Barloschky, Quartiersmanager, und äußerte den Wunsch der Stadtteilgruppe Tenever, "bei der jetzigen Haushaltssperre die Quartiere ,Win- und Soziale Stadt auszunehmen,den positiven Signalen der Koalitionsvereinbarungen zu entsprechen und sich für benachteiligte Gebiete einzusetzen". "Der Staat sind wir alle" ergänzte Ortsamtsleiter Ulrich Schlüter und andere: "es kommt darauf an, wo kann ich Einnahmen verbessern, anstatt Ausgaben zu verringern".
Michaela Dinkel, Bewohnerin, setzte sich ein für die von der Stadtteilgruppe und den Bewohnern gewünschte Fortsetzung der Quartiersarbeit des häufig übersehenen Gebietes rund um die Haltestelle der Linie 1, das auch zum Ortsteil Tenever gehört.
Senatorin Rosenkötter erinnerte daran, dass Bremen berühmt ist für soziales und ehrenamtliches Engagement, darin eine Tradition hat, und unsere Stadt und unser Land reich ist, viele Bürger wohlhabend sind. Es müsse hingesehen werden, wo und wie Ausgrenzungen von Menschen entgegengewirkt und wie vorhandener Reichtum stärker in die Verantwortung geholt werden kann.
Die Fragen nahm die Senatorin mit, auch die während der Ausstellung auf Flip-Chart festgehaltenen Fragen, Bitten und Statements; sie versprach nichts, auch Geld konnte sie nicht "mitbringen", aber ihr Einsatz für gerechte Teilhabe und soziale Gerechtigkeit ist sicher.
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