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Die Sanierung geht los, aber Null-Mieterhöhung in der Ludwigshafener Straße !Zuvor hatten die Studenten der Hochschule Bremen, Studiengang Soziale Arbeit, in Kooperation mit der Projektgruppe Tenever in einer aktivierenden Befragung * bereits die Hälfte der Wohnungmieter und in offenen Fragen und Antworten die guten und die schlechten Seiten des Wohnens niedergeschrieben, gesammelt, strukturiert und ausgewertet. Die Ergebnisse stellten sie den rund 70 interessierten und beteiligten Bewohnern vor. Die häufigsten Nennungen waren "Dreck und Müll in und vor den Häusern: Fremde kommen mit Autos und Nummernschildern aus dem Bremer Umland, um ihren Müll hier abzuladen". Verärgert sind sie alle über "Schmierereien und Urin im Fahrstuhl und im Treppenhaus". Ein Fahrstuhl pro Eingang sei auch zu wenig, da in den großen Wohnungen Familien mit Kindern wohnen.
In vielen Wohnungen "sind die Fenster kaputt - die Fenster müssen abgedichtet werden". Die Behebung der Mängel in den Badezimmern und Küchen, vor allem mit Schimmel und Nässe in den Badezimmern mahnten mehrer BewohnerInnen an.
Gleichzeitig befürchten viele Mieter aber eine Erhöhung der Miete, das wäre für die meisten "eine Katastrophe". "1 Euro pro Quadratmeter mehr, das frisst alles auf, das kann ich gar nicht !" hieß es "und mein Portemonnaie ist so schon so dünn, da bleibt gar nichts mehr, nichts!".
"Die Erneuerung aller Eingangsbereiche und aller Fahrstühle können wir zusagen" berichtete Herr Schumann von der GEWOBA und lobte die Änderungsvorschläge der BewohnerInnen. Er versprach, dass etwas getan wird im Rahmen der Sanierung der Häuser 2-14. Geplant ist zudem eine Concierge für den Straßenzug, dazu eine Videoüberwachung, die sich in Tenever bewährt hat und den Mietern ein Sicherheitsgefühl gibt. Auch die Außenfassade könne dem Farbkonzept Tenevers angepasst werden, schließlich ist der gesamte Komplex der Eintritt nach Tenever . " Die jetzige Farbe passt nicht in das Farbkonzept."
Die Frage ob das Geld eher in einen Fassadenanstrich oder in die Erneuerung der Fenster gesteckt wird, bleibt noch zu klären
"Dem Schimmel- und der Fensterfrage müssen wir uns widmen, bei den Verbesserungen in den Wohnungen, Küchen und Bad aber sind wir in einer Zwickmühle", sagte Herr Schumann, denn das ist wirtschaftlich nicht darstellbar, wenn man die Mieten halten möchte." Es kommt darauf an, den Spagat zwischen Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation und der gleichbleibenden Mieten hin zu bekommen. .
Die Frage ob das Geld eher in einen Fassadenanstrich oder in die Erneuerung der Fenster gesteckt wird, bleibt noch zu klären
Es ging um Innen und Außen, um den persönlichen Wohn- und Lebensbereich versus Eingangs- und Außendarstellung. Fakt ist, dass 1,8 Millionen zur Verfügung stehen, "die binden wir uns an`s Bein" (Schumann), nachdem bereits 70 Millionen in das Gesamtsanierungskonzept Tenevers geflossen sind.
Die Losung lautet: "Wenn jemand eine bessere Wohnung möchte, könne er in die Kaiserslauterner Straße ziehen mit tipptopp sanierten Wohnungen, neuen Küchen und Bädern aber erhöhten Mieten - jeder andere der hier leben möchte, soll hier bleiben können ohne Mieterhöhung.
Um einen gemeinsamen Weg zu finden, wird es eine 2. Bewohnerversammlung geben.
Insgesamt wird es " sich vieles tun in diesem Jahr: es wird tipptopp nagelneue Fahrstühle geben, ein besseres Sicherheitsgefühl durch eine Concierge und Videoüberwachung, eine normale Renovierung innerhalb des Hauses und im. Im Einzelfall wird sich die GEWOBA die Wohnungen anschauen".
Abschließend konnte festgestellt werden, dass es gut ist, dass es diese Bewohnerversammlung gibt. Freude war da, dass es jetzt ab Sommer los geht mit der Sanierung und dazu noch offene Fragen im April auf der 2. Bewohnerversammlung zur Sprache kommen. Der Dank der Projektgruppe Tenever und der GEWOBA galt vor allem den Bewohnern und den Studenten, die die gute Grundlage für eine interessante Wohn- und Umfeldverbesserung gegeben haben. (matu)
*Aktivierende Befragung:Theoretischer Hintergrund:
Aktionsforschung („Action Research“ - Kurt Lewin, USA, 40er Jahre des 20. Jh.). Diese Forschung will nicht nur beschreiben und erklären (wie z.B. die quantitative empirische Sozialforschung, die Hypothesen, also Vorannahmen überprüft), sondern ausdrücklich auch eingreifen, verändern, verstehen - und zwar gemeinsam mit den „Befragten“. Diese sind hier in einer anderen Rolle als z.B. bei quantitativen Befragungen: sie werden als Subjekte, als ExpertInnen ihrer Lebenswelt wert geschätzt und so ausdrücklich in die Forschung mit einbezogen.
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