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Maßnahmen: - KonzeptbausteineDie städtebaulichen, wohnungswirtschaftlichen und sozialen Teilkonzepte zum Stadtumbau wurden erarbeitet und zu einem ganzheitlichen Stadtumbaukonzept zusammengefasst.
Es umfasst:
- Modernisierung
- Rückbau
- Neue Nutzungen
- Wohnumfeld
- Sicherheit
- Flankierende Maßnahmen
MODERNISIERUNG
Die Modernisierungsmaßnahmen zielen auf die Attraktivitätssteigerung und deutliche Reduzierung der Betriebs- und Heizkosten für Eigentümer und Mieter der Wohnungen ab.
Modernisierungsmaßnahmen:
- Abriss der asbesthaltigen Fassadenplatten
- Fassadenerneuerung, inklusive der Balkone und Sockel
- Erneuerung der Fenster
- Dacherneuerung, inklusive zusätzlicher Wärmedämmung
- Sanierung der Dachzentrale
- Erneuerung der gesamten Aufzugsanlagen
- Renovierung der Treppenhäuser
- Prüfung und Erneuerung der Brandschutz-
einrichtungen und Installierung von Sicherheitseinrichtungen
- Instandsetzung und Modernisierung der Wohnungen
- Partielle Änderung der Wohnungsgrundrisse
- Erweiterung giebelseitiger Wohnungen um Wintergärten
RÜCKBAU / ABRISS
Von den 1.306 ehemaligen "Krause-Wohnungen" im Eigentum der neuen Gesellschaft otg, werden 649 Wohnungen abgerissen.
Rückbaumaßnahmen:
- Zwei Gebäudeblöcke (407 und 410) werden vollständig abgerissen.
Der Block 407, nach seiner Architektin Keßler-Block genannt, umfasst 232 Wohnungen.
Der Block 410 umfasst 159 Wohnungen.
- Im Bereich der Z-förmigen Riegelbauten ist ein Teilrückbau der Gebäudeblöcke 414 und 415 geplant. Dadurch Öffnung der Wohnhöfe zu den angrenzenden Grünbereichen im Westen.
- Die entlang der Otto-Brenner-Allee bei den Blöcken 413, 414 und 415 vorgelagerten zweigeschossigen Gebäude, in denen sich Altenwohnungen, aber auch gewerbliche und soziale Einrichtungen befinden werden abgerissen.
- Die Zahl der Stellplätze (1,2 Stellplatz pro Wohnung) ist überdimensioniert. Die Tiefgaragen-stellplätze werden über den kompletten Rückbau der Tiefgaragen in den Bereichen der Blöcke 412, 413, 414 und 415 um 841 Stellplätze reduziert.
- Die separate Fußgängerebene in 5m Höhe verbindet die angrenzenden Gebäude unter-einander sowie mit dem Zentrum und dem Marktplatz Tenevers. Die Fußgängerebene wird nicht mehr benötigt und komplett rückgebaut, inkl. der Brücke über der Otto-Brenner-Allee.
NEUE NUTZUNGEN
Für die durch Abriss frei werdenden Flächen ergeben sich für die Entwicklung folgende Möglichkeiten:
- Gestaltung der Flächen als Freiflächen zur Ergänzung und Aufwertung des Wohnumfeldes
- Projektentwicklung im zentralen Siedlungs-bereich zur Stärkung der lokalen Ökonomie und Erschließung neuer Arbeitsplatzpotentiale im Ortsteil.
Im Bereich der Blöcke 407 und 410 werden nach Abriss eine Fläche von ca. 25.000 m² für eine neue Nutzung zur Verfügung stehen.
WOHNUMFELD
Die Erschließung der Gebäude über die Fußgängerbrücke wird aufgehoben. Sie werden ausschließlich ebenerdig mit neuen Hauseingangs-bereichen erschlossen. Derzeit besteht keine direkte Verbindung der Wohnhöfe untereinander. Im Zuge des Rückbaus von Teilen der Z-förmigen Riegelbauten und Tiefgaragen im Bereich der Blöcke 413, 414 und 415 sollen die Wohnhöfe zwischen den Riegelbauten umgestaltet und aufgewertet werden. Das Angebot an nutzbaren Flächen wird mit dem Rückbau ergänzt und die Hofbereiche können miteinander vernetzt werden.
Die neuen Freiflächen an der Otto-Brenner-Allee werden neu gestaltet und erhalten Stellplätze zur Entlastung der Wohnhöfe.
SICHERHEIT
Die Gebäude mit ehemaligen "Krause-Wohnungen" sollen, so weit dies möglich ist, mit Conciergen ausgestattet werden. Die Funktion und Gestaltung der verbleibenden Tiefgaragen muss verbessert werden. Über die Steigerung der Sicherheit und Qualität soll auch die Akzeptanz der BewohnerInnen gegenüber der Nutzung der Tiefgaragen erhöht werden. Mit dem Rückbau der FußgängerInnen- und Erschließungsebene und der anschließenden Neugestaltung sollen Angsträume abgebaut werden.
FLANKIERENDE MASSNAHMEN
Durch die Bildung entsprechender Schwerpunkte in den Programmen "WiN-Wohnen in Nachbarschaften"und "Soziale Stadt" soll der Einsatz von Fördermitteln gebündelt und die bestehende soziale Infrastruktur gestützt und gefördert werden.
Folgende Ziele werden verfolgt:
- Die Entwicklung Osterholz-Tenevers zu einem lebendigen, zukunftsfähigen Ortsteil mit tragfähigen Nachbarschaften.
- Der Erhalt und die Sicherung einer angemessenen Infrastrukturausstattung.
- Die Qualitätsverbesserung im öffentlichen Raum als wichtige Voraussetzung eines attraktiven Wohnungsbestandes mit einem nutzerfreundlichen Umfeld.
BewohnerInnen, OrtspolitikerInnen, Initiativen, Vereine und andere lokale Akteure werden im Sinne der seit Jahren praktizierten Prozesse der Quartiersentwicklung in Bremen umfassend beteiligt:
- Unterstützung interkultureller Integrationsprojekte
Projekte für ausländische BewohnerInnen im Rahmen der Selbsthilfeförderung von Jugend- und Sozialarbeit in Ausländervereinen und ausländisch-deutschen Initiativen soll die Arbeit im Stadtum-bauprojekt fortgeführt werden.
- Erhalt und Sicherung der sozialen Infrastruk-turausstattung Osterholz-Tenevers:
Zum Erhalt und zur Sicherung von sozialen Infrastruktureinrichtungen wird ein ressortüber-greifendes Konzept zur Tragfähigkeit der bestehen Einrichtungen in Osterholz-Tenever erarbeitet. Dies betrifft in besonderem Maße die zukünftige Sicherung der vom Rückbau betroffenen Einricht-ungen.
- Anpassung und Verbesserung der technischen Infrastruktur:
Auf die geplanten Veränderungen im Bereich der „Krause-Wohnungen“ muss auch mit Verbesserungsmaßnahmen im öffentlichen Raum (Straßen, Wege, Plätze, Freiräume) reagiert werden.
Dies betrifft:
- Den Rückbau und die Umgestaltung der öffentlichen Verkehrsflächen in den Wohnhöfen
- Die Umgestaltung der Otto-Brenner-Allee (erst im Zusammenhang mit einer Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 realisierbar)
- Die Weiterentwicklung der Grünachse Pfälzer Weg
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