Die Großwohnsiedlung Osterholz-Tenever entstand Anfang der 1970er Jahre am östlichen Stadtrand von Bremen.
Bereits während der Bauphase geriet die hochgeschossige Bauweise unter Kritik. Außerdem trat das vorhergesagte Bevölkerungswachstum nicht ein. Die Bauarbeiten wurden aus diesem Grunde nach Fertigstellung von 2.653 Wohnungen in 15 Gebäuden für rund 7.700 Bewohner beendet.
Seit ca. 15 Jahren wird im Demonstrativbauvorhaben mit verschiedenen Programmen nachgebessert.
Beginn der 1980er Jahre wechselten die Besitzverhältnisse der Hochhäuser mehrfach.
Auch traten erste größere Leerstände auf. Die Ursache lag überwiegend in der Mietenpolitik des Sozialen Wohnungsbaus und an einem entspannten Bremer Wohnungsmarkt.
Anfang der 1990er Jahre erwarb der Hannoveraner Architekt Krause 53% der Wohnungen. Insgesamt sind dies 1.416 Wohnungen in 5 Gebäudeblöcken. Infolge eines angespannten Wohnungsmarktes, aufgrund der Wiedervereinigung und der Öffung Osteuropas gab es Anfang bis Mitte der 1990er Jahre kaum noch Leerstände.
Jedoch ab Mitte der 1990er Jahre ist das Gebiet durch steigende Leerstandszahlen gekennzeichnet. Die Verteilung der Leerstände stellt sich je nach Eigentümer unterschiedlich dar. Besonders betroffen sind die "Krause-Wohnungen", die aufgrund der Zwangsverwaltungssituation einen großen Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf aufweisen. Herr Krause musste 1996 Insolvenz anmelden.
1998 bis 2002 stieg die Leerstandsquote der "Krause-Wohnungen von 7% auf ca. 45%. Zwischen Mai 2002 und Februar 2003 stieg sie nochmals um knapp 6% auf 51%.
Vor diesem Hintergrund haben sich Mitte der 1990er Jahre der Arbeitskreis der Sozialen Einrichtungen in Tenever, die Bewohnerschaft, die Politik, das Amt für Wohnung und Städteförderung und die Stadtteilgruppe Tenever als Ganzes für die Entwicklung eines umfassenden Konzeptes zur Sanierung der Großwohnanlage eingesetzt.