Stadtteilgruppe Bremen-Tenever KontaktImpressum
Rund um Tenever
Angebote
Architektur - Städtebau
Zahlen und Fakten
 

Bürgerbeteiligung: Bürgerbeteiligung

Obwohl es erklärtes Ziel ist, Tenever als Modellvorhaben im permanenten Diskussionsprozess zu bauen und der Bausenator Seifritz ausdrücklich hervorhebt, dass dies eine Möglichkeit sei, neue Wohnformen zu untersuchen, werden die Wünsche von den Bewohnern oder dem Beirat nicht berücksichtigt. Einige Beispiele:

Am 4.6.1970 wurde in der 2. Arbeitsbesprechung der Arbeitsgruppe Demonstrativbauvorhaben Osterholz-Tenever festgehalten, dass das Gebiet Tenever durch eine Straßenbahn erschlossen werden soll. Der Beirat weist immer wieder auf die Notwendigkeit der Verlängerung der Linie 1 bis zum DBV hin, - ohne Erfolg

Der Beirat und die Bewohner diskutieren mit Seifriz. Sie sind gegen die Verlängerung der Otto-Brenner-Allee bis zur Heerstraße. Der Senator will die Entscheidung aber von dem projektierten U-Bahnbau abhängig machen. Später wird die Otto-Brenner-Allee vierspurig gebaut und eine Busverbindung eingerichtet. Der Beirat fordert wenigstens Tempolimit 30 km/h. Nicht einmal das kann er durchsetzen.

Der Beirat ist gegen die geplante Fußgängerbrücke über die Otto Brenner Allee. Ampelanlagen sind sicherer und außerdem günstiger. Die Fußgängerbrücke wird trotzdem gebaut.

Im Juni 1975 entscheidet sich der Beirat gegen den Bau des Riegelblocks, ein Projekt der NWDS mit 134 WE.
Die Lärmbelästigung des Autobahnverkehrs übersteigt an dieser Stelle die Verträglichkeitsgrenze. Beiratssprecher Tworuschka findet, dass die Fläche eher als Grünfläche geeignet ist.
Ein Jahr später wird dort der Riegelblock trotzdem gebaut.

Abgesehen davon, ob die Entscheidungen des Bausenators und der Bauträger sinnvoll sind oder nicht, erscheint wichtig, dass keine der Forderungen erfüllt wurden, entgegen dem erklärten Ziel, dass hier endlich einmal die Wünsche der Bewohner und ihrer Vertretungsorgane in die Planung mit eingehen sollten.

 
 
© Stadtteilgruppe Bremen Tenever