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Wohnungsbaupolitik nach dem Krieg: Wohnungsbaupolitik nach dem Krieg

Wegen der durch den Krieg entstandenen Wohnungsnot wird die Schaffung von Wohnraum unterschiedlichster Art staatlich gefördert. Allein in Bremen werden bis Ende der 60er Jahre 180.000 Wohnungen neu gebaut. Dadurch hat, rein rechnerisch, jede Familie eine eigene abgeschlossene Wohnung. Ein Engpass in der Versorgung ist behoben. Nach dieser Phase der reinen Wohnraumversorgung geht es darum, von staatlicher Seite ein Konzept mit neuen Maßstäben zu entwickeln, um von einer zahlenmäßigen Versorgung zu einer Verbesserung der Lebensqualität zu kommen.

Großprojekte wie die Bremen-Vahr, mit 10.000 Wohnungen für 30.000 Menschen, hatten Maßstäbe gesetzt, konfrontieren die Zuständigen aber mit neuen Problemen. Man erkennt, dass sich Urbanität und Kommunikation nicht einfach durch „Anhäufung von Wohnblöcken verschiedener Größe und Form“ herstellen lassen.

Ein Umdenken ist notwendig, auch damit Wohngebiete mit maroder Bausubstanz und schlechten Umweltbedingungen sich nicht entvölkern oder eine einseitige soziale Bevölkerungszusammensetzung bekommen.

Die Wohnungsbaupolitik passt sich in ihrer Planung von Neubauten den veränderten Ansprüchen an. Sie gibt der Qualität den Vorrang, nicht nur das Umfeld, sondern auch die Wohnungen betreffend.

Bisher waren nur Wohnungen von 32 qm bis höchsten 65 qm gefördert worden. Für Alleinlebende und für größere Familien gab es kein Angebot. Die Bezuschussung kleinerer und größerer Wohneinheiten und ihre qualitative Verbesserung wird deshalb erklärtes Ziel.

Dieses Konzept schlägt sich schon in der Bestimmung zur Wohnungsbauförderung vom 7.2.1967 nieder. 1971 wird dann im STEPP ein Pro-Kopf-Bedarf von 30 qm Geschossfläche festgelegt, eine Steigerung von 20 Prozent.

 
 
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